Eddi Woj: Weltmeister auf dem Streetboard

Hagen. Eddie Woj und sein Brett gehören zusammen wie Pech und Schwefel oder wie Ruder und Boot. Der 34-jährige Hasper Lagerist verbringt täglich mehrere Stunden auf seinem „Streetboard“, einer Mischung aus Snowboard und Skateboard.

Mindestens zehn Stunden wöchentlich trainiert der freiberufliche Profi-Sportler auf den Skateanlagen in Haspe, am Ennepebogen in Gevelsberg oder in der „Wicked Woods“-Halle in Wuppertal.

Der Extrem-Sportler Eduard Wojcik, wie er mit vollem Namen heißt, gilt in der Szene immer wieder als Favorit auf den Weltmeistertitel, den er schon 2013 einmal errungen hatte. Bei den jährlich ausgetragenen Weltmeisterschaften gehört der Hasper stets zu den „Top 5“. Der diesjährige Wettkampf am Samstag, 8. Dezember, war für Eddi Woj praktisch ein Heimspiel, da er auf einer seiner vertrauten Anlagen stattfand. „Aber auch wenn in Wuppertal gefahren wurde, heißt das nicht, dass es deshalb leicht für mich war“, sagt er. Etliche Streetboarder waren aus der ganzen Welt angereist, darunter zahlreiche Favoriten aus Japan und China.

Jeder von ihnen hatte 45 Sekunden Zeit, um zu zeigen, welche Tricks und Figuren er drauf hat. „Es soll leicht und locker aussehen – fast wie im Schlaf“, erklärt Eddi Woj.
Er selbst hat sein Bestes gegeben und abgeräumt. Als erneuter Weltmeister konnte er die Trophäe verbunden mit einer Urkunde und Preisgeld in Empfang nehmen.

Die nächsten zwölf Monate wird er allein oder bei Sessions und Jams mit anderen Streetboardern in ganz NRW trainieren. Im nächsten Jahr fährt er nach Frankreich, um dort seinen Weltmeistertitel erneut zu verteidigen.