Ein Ausblick auf die Phoenix-Saison

Hagen. Mit der Partie zwischen Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg und dem Mitteldeutschen BC begann am Mittwoch die Saison 2013/2014 in der Basketball-Bundesliga. Sieben Spiele folgen am heutigen Donnerstag, 3. Oktober 2013. Nur das Duell zwischen Alba Berlin und den EWE Baskets Oldenburg wurde auf den 3. Januar 2014 verschoben. Der Grund: Die Niedersachsen sind im Europapokal aktiv.

Rasta Vechta und neue Riesen

Mit 3:0 setzte sich Bamberg im Finale der letzten Saison gegen Oldenburg durch. In der neuen Spielzeit treffen die Meister aus Bamberg, aber auch all die anderen etablierten Bundesligisten nur auf einen neuen Gegner: Aufsteiger Rasta Vechta nimmt den Platz der Gießen 46ers ein, die künftig in der 2. Bundesliga ProA antreten. Da die Düsseldorf Baskets als zweiter Aufsteiger keine Lizenz erhalten haben, verteilte die Beko-Basketball-Bundesliga eine Wildcard. Der Tabellenvorletzte Neckar Riesen darf unter dem neuen Namen MHP Riesen Ludwigsburg weiter erstklassig spielen. Und noch ein Klub hat seinen Namen verändert: Der BBC Bayreuth geht jetzt als Medi Bayreuth an den Start.

1,48 Millionen Zuschauer – das macht einen Schnitt von 4.435 aus – sahen die Spiele der Saison 2012/2013. Sie erlebten den Ex-Hagener Davin White als Top-Scorer. Der US-Guard erzielte durchschnittlich 17,2 Punkte und spielt mittlerweile im Dress des bulgarischen Meisters aus Sofia. Der MVP (Most Valuable Player), also wertvollster Spieler der Saison und Top-Rebounder blieb den deutschen Basketballfans hingegen erhalten. John Bryant wechselte aus Ulm zum FC Bayern Basketball.

Drei ganz heiße Titelfavoriten

Die Münchener gelten bei vielen Experten neben den Brose Baskets Bamberg und Alba Berlin auch als Titelfavorit.

In der Abstiegsfrage fallen häufig die Namen Rasta Vechta und Mitteldeutscher BC. Besonders freut man sich aber in Niedersachsen auf die neue Saison. Durch Vechtas Aufstieg ist eine Nord-Troika mit Oldenburg und Quakenbrück entstanden, die viele Lokal-Derbys garantiert, bei denen die Fans schon fast zu Fuß die gegnerische Halle erreichen können. Mit Bremerhaven und Braunschweig sind zudem zwei weitere Mannschaften aus dem hohen Norden erstklassig.

Die Eisbären aus Bremerhaven sind es zudem, die den größten Spieler der Liga aufbieten: Nick Schneiders, aus Braunschweig verpflichtet, misst stolze 2,21 Meter. Aufbau-Magier David Holston ist nach seiner Rückkehr zu den Artland Dragons in Quakenbrück mit 1,68 Meter der kleinste Mann im Bundesliga-Basketball-Land.

Der Jüngste wohnt in Tübingen

Senior der Liga ist der 37-jährige Hagener Bernd Kruel, der bereits seit 1993 Bundesliga-Basketball spielt. Unter den vielen Talenten der Liga ist Tübingens Benaissa Traoré das jüngste. Er erblickte am 2. August 1997 das Licht der Welt. Zu dem Zeitpunkt stand Bernd Kruel schon ein paar Jahre auf dem Bundesliga-Parkett.

Enden wird die reguläre Saison mit dem 34. Spieltag am 1. Mai 2014. Am 10. Mai beginnen die Beko-Basketball-Bundesliga-Playoffs. Spätestens am 22. Juni steht der Deutsche Meister 2014 fest.