Ein Brand, Gewalt und Schwerverletzte

Hagen. (san) Alle Hände voll zu tun hatten Polizei und Rettungsdienste in dieser Woche. Die Feuerwehr musste am Dienstag einen Unfallfahrer aus der Volme fischen, der wohl den vier Meter tiefen Flucht-Sprung unterschätzte. Zuvor war er mit einem Beifahrer in einem VW Golf in Eilpe mit überhöhter Geschwindigkeit in der Hasselstraße  gegen eine Wand geprallt. Der Fahrer war alkoholisiert.

Schwerverletzte bei Autorennen

Noch am Abend des Donnerstags waren dann Hagens Polizei und Rettungskräfte mit einem schweren Unfall an der Feithstraße beschäftigt. Offenbar hatten sich ein Skoda- und ein Audifahrer ein Rennen geliefert, das sie nicht unter Kontrolle hatten. Bei immens überhöhter Geschwindigkeit gerieten sie in den Gegenverkehr.

Dabei stieß der Skoda frontal mit dem Wagen einer Mutter und ihrer zwei Kinder zusammen. Das sechsjährige Kind erlitt schwerste Verletzungen, wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen und schwebt in Lebensgefahr. Ein weiterer unbeteiligter Autofahrer wurde ebenfalls schwer verletzt, als sein Fahrzeug von dem der Mutter getroffen wurde. Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt.

Der beteiligte Audifahrer war zunächst mit seinem Wagen flüchtig. Er meldete sich jedoch noch in der Nacht über seinen Anwalt bei der Polizei.

Hochhaus-Feuer

Donnerstagmorgen, kurz nach 9 Uhr: im Hochhaus der Agentur für Arbeit an der Körnerstraße gab es einen Brandalarm, Das Gebäude musste evakuiert werden.  (Foto: Heiko Cordes)
Donnerstagmorgen, kurz nach 9 Uhr: im Hochhaus der Agentur für Arbeit an der Körnerstraße gab es einen Brandalarm, Das Gebäude musste evakuiert werden. (Foto: Heiko Cordes)

Zum Großeinsatz durfte am Donnerstagmorgen die Feuerwehr ausrücken. Im Hochaus der Agentur für Arbeit an der Körnerstraße brach ein Brand aus, das Haus musste komplett evakuiert werden.

Verursacher war wohl die durchgeschmorte Verkabelung einer Notbeleuchtung im Erdgeschoss. Der sich kümmernde Hausmeister wurde leicht verletzt, es gab anschließend einige kleine Blessuren bei einer kurzen Paniksituation.

Die Evakuierung des Gebäudes musste für rund eine Stunde aufrecht erhalten bleiben. Die Rauchentwicklung war erheblich, die Geruchsbelästigung wird noch einige Tage andauern. Erst vor knapp drei Wochen hatte eine Vollübung der Feuerwehr mit Hunderten von Einsatzkräften einen Großbrand mit zahlreichen Verletzten in der Agentur für Arbeit Hagen simuliert.

Friedliche Demo

Bei der Demonstration Hagener Kurden am Mittwochabend vom Bahnhofsvorplatz aus bis zum Friedrich-Ebert-Platz war die Polizei begleitend im Einsatz. Friedlich machten rund 250 Kurden auf die schwierige Situation ihrer Landsleute in der Türkei aufmerksam.

Gewalt in der Bebelstraße

Weniger friedlich ging es am nächsten Abend, am Mittwoch, in der Hasper Bebelstraße zu.

Auseinandersetzungen zwischen Nachbarn eskalierten. Es wurden Messer gezogen, und dann erfolgte eine lebensbedrohende Verfolgunsjagd eines der Kontrahenten mit dem Pkw. Dabei gerieten zufällig anwesende Passanten in Gefahr. Letztlich konnte die Polizei eingreifen und den aggressiven Angreifer festnehmen.

Nur kurze Zeit später mussten die Beamten erneut zum Tatort Bebelstraße ausrücken. Hier waren sich mehrere Personen arg in die Haare geraten. Ein beobachtender Anwohner schoss mit einer Schreckschusswaffe in die Luft, was das Handgemege auflöste. Die Mehrfamilienhäuser der beteiligten Streitenden gelten in Haspe als „Problemhäuser“, bewohnt von rumänischen Staatsbürgern.