Hagen. Als unlängst an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen das neue Semester begann, lag auch wieder eine gewisse Aufbruchsstimmung in der Luft. Denn auch in diesem Jahr starteten wieder über 600 Erstsemester in ihr Studium an der Hagener Hochschule. Doch auch auf der anderen Seite des Hörsaals gab es ein neues Gesicht: Prof. Dr. Christian Leubner.

Er ist neuer Professor am Fachbereich Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Er übernimmt das Lehrgebiet Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Business Intelligence. Der 42-Jährige wechselt von Thyssenkrupp und damit direkt aus der Wirtschaft an die Hochschule. In diesen Tagen hält der promovierte Informatiker seine ersten Vorlesungen. „Das ist schon eine ganz neue Erfahrung und genau die Herausforderung, die ich gesucht habe“, freut sich Leubner, der insbesondere den täglichen direkten Studierendenkontakt mit Spannung erwartet. „Meine Zeit an der Uni liegt ja schon länger zurück“, so der Neuzugang.

Umso mehr werden die Studierenden künftig von der Praxiserfahrung ihres neuen Professors profitieren. „Natürlich ist es gut, wenn man den Lernstoff an den eigenen beruflichen Erfahrungen spiegeln kann“, ist Leubner überzeugt. Was natürlich nicht heißt, dass der gebürtige Essener seine persönlichen Erfahrungen nicht auch regelmäßig ausblenden muss und kann. „Ich werde einerseits die ganze Breite aus Lehre und Forschung aufzeigen, andererseits aber auch da, wo es sinnvoll ist, konkret in die Tiefe gehen“.

Leubner jedenfalls freut sich auf seine neuen Aufgaben, rückt er doch nun auch wieder näher an die Inhalte seines Studiums heran. „Ich habe mich immer sehr für maschinelle Lernverfahren interessiert, die zum Beispiel im Zusammenhang mit Big Data bei Anlagen genutzt werden, um vorherzusagen, dass ein Defekt bevorsteht. Durch das frühzeitige Erkennen und Beheben des Problems können Produktionsausfälle vermieden werden. In meinem alten Job gab es oft andere Prioritäten und Themen, die dringlicher waren. Jetzt kann ich ein Stück weit meine Prioritäten selber setzen.“ Und so mischt sich in diesen Tagen zwischen die vielen neuen Gesichter und ihre Aufbruchsstimmung sogar noch eine besondere Art der Wiedersehensfreude.