Einbruchschutz: Präventionsteams klären auf

Hagen. Alle 47 Polizeibehörden in NRW schicken jetzt
Präventionsteams in Wohngegenden, die besonders von Einbrüchen betroffen sind.
Die Teams bestehen aus einem Bezirksdienstbeamten und einem
Einbruchschutzberater von der Kriminalpolizei.
„Sie verfügen damit über die notwendige gute Ortskenntnis und das
Expertenwissen zum Thema Einbruchschutz“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Die Teams sind Ansprechpartner für Einbruchsopfer und deren Nachbarn. Denn
gerade dort, wo bereits Einbrüche stattgefunden haben, machen die Menschen sich
Sorgen. „Es geht vor allem darum, zu sensibilisieren und aktiv für den
Einbruchschutz zu werben. Um weitere Taten möglichst zu verhindern. Und damit
Opfer das nicht nochmal erleben müssen“, so der Minister.
Wie wichtig zeitgemäße technische Einbruchsicherungen sind, zeige sich auch
darin, dass in über 43 Prozent der Fälle in NRW die Einbrecher ihren Versuch
abbrechen. „Auch weil sie an solchen Sicherungen scheitern oder von aufmerksamen
Nachbarn gestört werden“, sagte Jäger. „Wenn ihnen etwas Verdächtiges auffällt,
sollten Bürgerinnen und Bürger deshalb sofort die 110 wählen.“ Vor rund einem
Jahr starteten entsprechende Pilot-Projekte in Bonn, Dortmund, Gütersloh und
Mönchengladbach. „Die Menschen schätzen es, wenn die Polizei sich persönlich
kümmert und auf sie zugeht. Deshalb ist dieses Angebot neben mehr Präsenz durch
häufigere Streifen ein wichtiger Pfeiler unserer Kampagne Riegel vor!“, betonte
der Minister.