Eine Stunde ohne Strom: Licht aus, Kerze an!

Hagen. (Red./AnS) Es ist nicht nur romantisch, das Licht zu löschen, den Fernseher auszuschalten und im Kerzenschein zu sitzen: Auch Strom wird erheblich gespart.
Um für den Klimaschutz zu sensibilisieren, heißt es am Samstag, 19. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr wieder „Licht aus“, wenn zum zehnten Mal weltweit die „WWF Earth Hour“ stattfindet.
Wie viele andere Städte schaltet auch Hagen für eine Stunde die Beleuchtung bekannter Gebäude und Wahrzeichen ab, um mit dieser „Licht-aus-Aktion“ ein Zeichen gegen die globale Erwärmung zu setzen und das Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken.
Die „Earth Hour“ im Vorjahr stellte in Deutschland einen absoluten Rekord auf: 227 Städte machten mit, ein Drittel mehr als im Vorjahr, und auch weltweit war die Beteiligung enorm. Um 20.30 Uhr gingen am 28. März die Lichter aus – von Samoa bis Tahiti, von den Pyramiden in Gizeh bis zum Brandenburger Tor in Berlin.
Die Stadt Hagen hatte erstmalig an dieser Klimaschutz-Kampagne teilgenommen. Mit Beschluss des Rates möchte die Volmestadt auch diesmal dabei sein, um so ihr Engagement für Klima und Umwelt zu zeigen. Das Licht geht unter anderem am Rathaus und am CVJM-Heim aus.

Licht aus für eine Stunde

Eine Stunde das Licht zu löschen, ist für den Einzelnen keine große Herausforderung. Wenn es aber weltweit Millionen von Menschen tun, wird es zu einem kraftvollen Zeichen gegen den Klimawandel.
Die Stadt Hagen ruft deshalb gemeinsam mit der „Energiewende Hagen – energieautark 2022“ alle Bürger, Vereine und Unternehmen dazu auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Für Rückfragen steht Silke Scheibe vom Umweltamt der Stadt Hagen unter Tel. 02331/ 207-2119 zur Verfügung.

Schutz der Erde

Die erste „Earth Hour“ entstand aus einer Umweltschutzkampagne des WWF in Australien, die das Ziel hatte, die CO2-Emissionen in der größten australischen Stadt Sydney innerhalb von zwölf Monaten um fünf Prozent zu reduzieren. Die „Earth Hour“ ist somit eine klare Botschaft zum Schutz unserer Erde.
„Und der Schutz geht deutlich über die  Mülltrennung hinaus“, erklärt die Hagener Mitinitiatorin Miriam Kleemann-Adolphs, die im letzten Jahr gemeinsam mit einigen anderen Kerzen in der Innenstadt anzündete. Dieses Jahr wird es solch‘ eine Kerzenparty allerdings nicht geben.

Klimaschutz ist einfach

Das Klima schützen kann jeder: Man muss nur sein Konsumverhalten überdenken. „Muss ich Nahrung aus Übersee essen oder greife ich nicht doch besser auf regionale Produkte zurück? Lohnt sich die Autofahrt oder kann ich die Strecke prima zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen?“
Kleinigkeiten können viel bewirken. „Auch ein Umstieg auf grüne Elektrizität lohnt sich oder der Einbau von CO2-armen Heizungsanlagen.“
Deshalb ist die „Earth Hour“, auch wenn sie nur eine Stunde dauert, so wichtig. „Wir müssen den Leuten begreiflich machen, das man dringend etwas tun muss!“
Miriam Kleemann-Adolphs selbst wird den Abend mit ihrer Familie zu Hause verbringen. Die Lampen bleiben in dieser Zeit dunkel und auch der Fernseher hat Sendepause. „Stattdessen werden wir die Spielekiste durchstöbern“, erzählt Kleemann-Adolphs. So hat dieser Abend neben dem Klimaschutz einen weiteren Sinn: die Förderung der familiären Gemeinschaft.