EN-Kreis: Weniger Gewalt, mehr Einbrüche

EN-Kreis. (Red.) Gemeinsam mit Vertretern der Polizei präsentierte Landrat Dr. Arnim Brux jetzt die Kriminalitätsstatistik der Kreispolizeibehörde für das Jahr 2012. Die Quintessenz: In Sachen Gewaltkriminalität zeichnet sich im Kreis eine Trendwende ab. Stiegen derartige Delikte im Vorjahr noch um 5,6 Prozent (von 13.079 auf 13.838 Taten), so konnte Dr. Arnim Brux nun über einen Rückgang von über 7,5 Prozent berichten. „Unsere Präsenzkonzepte, die intensiven polizeilichen Tätigkeiten aus Anlass von größeren Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden im Rahmen der Ordnungspartnerschaften scheinen Früchte zu tragen,“ stellte der Landrat fest. „Allerdings bereitet uns die Zunahme bei den Diebstahlsdelikten große Sorgen.“ Sorgenfalten gibt’s auch beim Blick auf die mächtige Zunahme bei den Wohnungseinbrüchen: Dr. Arnim Brux sprach hier von einer Steigerung um 49 Prozent (von 552 auf 824 Taten) gegenüber dem Vorjahr. Aktuell sei zwar ein leichter Rückgang festzustellen, „der uns jedoch nicht zufrieden stellen kann“ (Brux). Auch in den nächsten Wochen und Monaten sei daher weiterhin mit verstärkten Kontrollen der Polizei zu rechnen, die von den Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützt werden.

Die Aufklärungsleistung in Bezug auf die Gesamtkriminalität betrug mit ca. fünf Prozent über dem Landesdurchschnitt NRW knapp 54 Prozent.

Außerdem: „Mit einer Kriminalitätshäufigkeitszahl (Fälle im Bezug auf 100.000 Einwohner) von 5.963 liegen wir deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 8.510. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit im Bereich der Polizei EN Opfer einer Straftat zu werden, 42 Prozent unter dem Durchschnitt des Landes NRW liegt“, führte der Landrat aus.

„Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist nach wie vor einer der sichersten in Nordrhein-Westfalen. Und das soll auch weiter unser Ziel und Auftrag sein“, stellte Landrat Dr. Brux deutlich heraus.