Endlich Urlaub!

Hagen. (clau) Der wochenkurier-Leserservice bietet pünktlich zu Beginn der Sommerferien ein paar unbezahlbar gute Tipps für alle Reisenden.

Salz schäumend

Je nachdem, wohin es Sie verschlägt, werden Sie eine der folgenden Erfindungen zu schätzen wissen. Da ist einerseits frisch auf dem maritimen Markt ein spezielles Seewassershampoo, das vielleicht sogar noch im toten Meer zu schäumen vermag.

Alsdann empfehlen wir allen Campern und sonstigen Überlebenskämpfern in freier Natur den 1950 in Schweden entwickelten „Trangia-Sturmkocher“. Die Pfadfinder unter Ihnen kennen den längst! Da steckt wie in einer russischen Puppe ein Topf im anderen und im tiefsten Innern kommt ein kleiner gedeckelter Spirituskocher zum Vorschein. Das Ding ist Kocher und Kochgeschirr in einem, stand- und sturmfest, unverwüstlich, immer zuverlässig und deshalb einfach unentbehrlich im Outback.

Super passt hierzu der neue faltbare Teller, der soeben das Licht des Patentamtes erblickte. Das neu entwickelte Allzweckplastikbesteck ergänzt das Paket hervorragend: Vorne Gabel, hinten Löffel. Mehr braucht es nicht, denn sein Messer hat jeder leidliche Pfadfinder ohnehin ständig zur Hand.

Bildsprache

Nicht jeder hat den Ehrgeiz, sich vor seiner Auslandsreise noch im Volkshochschulkurs wenigstens einen Grundwortschatz anzueignen. Stattdessen greift man zum Wörterbuch – und scheitert meist. Mit dem neuen Fremdbilderbuch „Point it“ (zu Deutsch „Zeig drauf“) wird nun alles gut. Übersichtlich sortiert und thematisch geordnet finden sich hierin 1300 Fotos von Dingen, die sich schlecht pantomimisch vermitteln lassen, wie etwa „Bremsflüssigkeit“ oder „Gallenblase“.

Zu Land und zu Wasser

Sie können zu den ersten gehören! Das hier ist die Lösung für alle, die alles wollen. Hier geht der Wohnwagen zu Wasser! Mit 5-PS-Außenbordmotor lässt sich der Schwimmwohnwagen „Sealander“ sogar ohne Bootsführerschein schippern. Die ultimative Amphibie aus Kiel kostet so viel wie ein Kleinwagen, wird in bis zu acht Wochen geliefert und erfreut sich weltweit geradezu explodierender Nachfragen.

Gut gerüstet

Keine Frage: Sie machen kein schlankes Bein, die diversen Wildnis- und Abenteuer-Buchsen mit aufgesetzten Taschen hinten und vorne und oben und unten. Aber: Sie sind unterwegs praktisch. Wer sich die Taschen befüllt mit Schlüssel, Kamera, Handy, Ersatzschnuller, Taschentüchern, Portemonnaie, Straßenkarte, Kaugummi, Zahnstochern, Kompass, Kartenspiel, Verbandszeug, Müsliriegeln, Ersatzbatterien und dergleichen ist klar im Vorteil. Er kommt immer an alles ran und kann jederzeit überall einen kleinen Kolonialwarenladen eröffnen. Dazu empfehlen wir die Vielfliegerjacke, eine Kapuzenjacke, bei der sich im Kragen gleich ein aufblasbares Nackenkissen versteckt. Der vordere Teil der Kapuze dient ausgeklappt als Schlafmaske. Was will man mehr?

Auf und davon

Per Anhalter durch die Galaxis? Wer fliegen will, braucht nicht unbedingt eine teure, reguläre Fluggesellschaft. Unter eddh.de bieten Hobbypiloten ihre Schleudersitze mutigen Mitfliegern oft sogar umsonst an. Mit ihnen geht es – allerdings nur bei tauglichem Wetter und klarer Sicht – sogar zu Landeplätzen wie Wildeshausen oder Wahnscheid. Nur zu: Vertrauen muss man in jeden Piloten setzen – und eine Rundumversicherung mit Überlebensgarantie gibt es auch Firstclass schließlich nicht!

Vorsicht: Elefanten!

Sollte es nach Afrika gehen, kaufen Sie sich vorher die GPS-Karte „Tracks4Africa“. Das Ding lohnt sich, denn es zeigt sogar an, ob die Wegstrecke über Asphalt oder Sand verläuft und ob mit marodierenden Banden, Freischärlern oder nur Elefanten zu rechnen ist.

Die Heimweh-Falle

Heimweh kann einem die Sommerferien total vermasseln. Was tun? Nun gut, rein statistisch gilt schon mal: Je älter desto weniger Heimweh. Üben bei Oma hilft, Schnuffeltuch und Lieblingstier auch. Liebe Briefe von daheim trösten ungemein. Wer allerdings als Erwachsener Heimweh hat, sollte seinen Urlaub vielleicht doch besser einfach abbrechen, einpacken und nach Hause fahren.