Ermittlungen gegen Polizistin eingestellt

Hagen. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat das
Ermittlungsverfahren gegen die 24-jährige Polizeikommissarin, die am 18. Oktober
2016 in Hagen-­Kabel einen 34-jährigen Mann erschossen hat,
eingestellt.
Die Ermittlungen ließen keinen Zweifel daran, „dass der Schusswaffengebrauch
durch Notwehr gerechtfertigt war“. Der später Getötete hatte zuvor in einem nahe
gelegenen Versicherungsbüro zunächst mit einem Schlag einer von ihm mitgeführten
Machete eine Mitarbeiterin verletzt und sodann einen weiteren Mitarbeiter der
Agentur, der zu Hilfe kam, schwer verletzt und den Flüchtenden verfolgt.
Die hinzugerufene Polizeistreife forderte den auf Bürgersteig angetroffenen
Täter mehrfach auf, die Waffe fallen zu lassen. Als der Täter dann mit der
erhobenen Waffe auf die Beamtin zukam und noch gut zwei Meter entfernt war, lag
eine Notwehrsituation vor, welche die Schussabgabe auch in der konkreten Form
rechtfertigte. Das Ermittlungsergebnis stützt sich neben Zeugenaussagen auch auf
die Aufzeichnungen einer Videoaufnahme, die aus dem Streifenwagen gefertigt
wurde.