Erste Ausbildungsmesse in Hagen

Berufe als Erlebnisparcours: Auch das ist möglich bei der ersten Hagener Ausbildungsmesse am Freitag, 28. Juni, im Gewerbepark Kückelhausen. Hier wird beispielsweise gepolstert. (Foto: A. Schneider)
Berufe als Erlebnisparcours: Auch das ist möglich bei der ersten Hagener Ausbildungsmesse am Freitag, 28. Juni, im Gewerbepark Kückelhausen. Hier wird beispielsweise gepolstert. (Foto: A. Schneider)

Hagen. (as) Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat seine Premiere bereits hinter sich. Und auch der Märkische Kreis hat bereits erste Erfahrungen sammeln können. „Wir haben schon lange das Gefühl, dass eine Ausbildungsmesse in Hagen fehlt“, sagt Dagmar Pröhl von der Agentur Mark. Deshalb haben sich Agentur Mark, Südwestfälische Industrie- und Handelskammer, Kreishandwerkerschaft, Märkischer Arbeitgeberverband, Stadt Hagen und Arbeitsagentur Hagen zusammengetan, um eine informative Börse für Auszubildende, Eltern, aber auch Betriebe aus der Taufe zu heben.

Am Freitag, 28. Juni 2013, ist es soweit: Von 8.30 Uhr bis um 17 Uhr hat die erste Ausbildungsmesse Hagen ihre Pforten geöffnet. Die Messe wird errichtet im Gewerbepark Kückelhausen. Genauer: Im gesamten Gebäude der Kreishandwerkerschaft (Handwerkerstraße), im Gebäude des SIHK-Bildungszentrums und auf der Freifläche dazwischen werden sich Schulen, (Fach-)Hochschulen und Arbeitgeber präsentieren.

Die Ausbildungsmesse ist von 8.30 bis 15 Uhr überwiegend für Schüler, Schülerinnen und Lehrpersonal geöffnet. Andere interessierte Besucher sind ab 14 Uhr zusätzlich willkommen.

Erfolgsgeschichte: Über 100 Aussteller

Die erste Ausbildungsmesse schreibt gleich eine kleine Erfolgsgeschichte. „Mit 70 bis 80 Ausstellern haben wir gerechnet“, sagt Dagmar Pröhl. Doch dann kam alles ganz anders. „Mittlerweile haben wir 109 Aussteller.

Als Markt der Möglichkeiten präsentiert sich die erste Ausbildungsmesse Hagen. „Wir wünschen uns, dass Betriebe und Interessenten auf Augenhöhe ins Gespräch kommen“, sagt Dagmar Pröhl. So wird es allerlei Mitmachaktionen geben, um die Scheu zu nehmen. Schülerinnen und Schüler können aber auch ihre Zeugnisse oder – noch besser – Bewerbungsmappen mitbringen und mit den Vertretern der Ausbildungsbetriebe direkt und ganz persönlich ins Gespräch kommen. So ist es gar nicht ausgeschlossen, dass während der Gespräche Praktikumstage oder -wochen vereinbart werden, um die Berufe und die Ausbildungsbetriebe noch besser kennenzulernen.

Kontakte knüpfen und sich gegenseitig beschnuppern – so lautet die Devise. Das Interesse, aufeinander zu zu gehen ist hüben wie drüben riesengroß. Natürlich sind es die Schüler und Schülerinnen, die eine Perspektive für ihre Zukunft suchen. Die vor der Wahl stehen, sich für einen Beruf, den sie vielleicht ein Leben lang ausüben werden, festzulegen. Doch auch und gerade die Unternehmen haben ein großes Interesse daran, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Denn der Fachkräftemangel ist auch in Hagen angekommen.

Eingebettet in die erste Ausbildungsmesse in Hagen ist der Handwerksparcours, der bislang als eigene Veranstaltung von der Kreishandwerkerschaft angeboten wurde. Hier wird deutlich, dass Handwerk immer noch einen goldenen Boden besitzt. Denn: Was wäre eine Stadt wie Hagen ohne Sanitärfachleute, ohne Tischler, Maurer, Zimmerer, Polsterer oder Bäcker?

Informationen von Auszubildenden

Der besondere Clou: Innungen und Fachbetriebe aus Hagen präsentieren sich nicht ausschließlich mit gedruckten Fachinformationen. Die meisten Stände sind mit Auszubildenden besetzt. Wer könnte den möglichen Ausbildungskandidaten besser erklären, wie‘s im Beruf so zugeht? Fragen – auf Augenhöhe – sind erwünscht. Hier kann man beispielsweise den Bäcker-Azubi direkt fragen, wie‘s mit dem oft frühen Aufstehen klappt. Viele interessieren sich auch für Ausbildungsbezüge. Was verdient man so im ersten, zweiten oder dritten Lehrjahr? Und: Gibt es gute Chancen, übernommen zu werden?

Groß ist das Interesse an der ersten Hagener Ausbildungsmesse. Damit auch alle Schülerinnen und Schüler dabei sein können, hat die HVG in Zusammenarbeit mit den Schulen Shuttle-Busse eingerichtet. Ab 14 Uhr aber ist die Messe nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern auch alle anderen Interessenten geöffnet. Auch ohne Shuttle-Busse ist der Gewerbepark Kückelhausen prima zu erreichen.