Esel und Blitzmarathon

Hagen. (anna/AnS) Hauptsächlich positive Nachrichten gibt es in dieser Woche zu vermelden: Die Hasper Fußgängerzone wird durch tierische Skulpturen verschönert und beim Blitzmarathon am Donnerstag fuhren die Hagener erstaunlich gesittet. Beim Kirchenkreis steht zudem ein Personalwechsel an.

Der Esel ist das Wahrzeichen Haspes, deshalb werden bald drei dieser Tiere den Stadtteil schmücken, so will es die Hasper Bezirksvertretung. Der erste Esel wurde jetzt vor Woolworth in der Voerder Straße installiert und zog auch gleich die kleinen Hasper in seinen Bann.

Die BV Haspe beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der Neugestaltung der dortigen Fußgängerzone und Innenstadt. Bereits im letzten Jahr gab es Beschlüsse zur Anschaffung von sechs neuen Sitzbänken, zwei Wipptieren für Kinder und drei Eselfiguren.

Der nächste Esel soll bald in der Nähe der Kirmesbauerskulptur aufgestellt werden, der dritte soll den Ennepepark bereichern. Der Baumbestand soll bald vereinheitlicht werden, das heißt, die Ahornbäume, die alles verdunkeln, werden gefällt und durch luftige, chinesische Wildbirnen ersetzt. Rabatten sollen hochgesetzt und neu bepflanzt werden.

Wünschen würden sich die Bezirksvertreter auch ein Unterflursystem für den Müll, so wie es gerade in der Hagener Innenstadt installiert wird.

Warum der Esel zum Wahrzeichen für Haspe wurde, weiß der Ex-Kirmesbauer Udo Röhrig sehr genau. Bei den ersten Kirmesumzügen vor etwa 130 Jahren soll immer ein preußischer Offizier mit rasselndem Säbel den Zug angeführt haben, der die Gewalt des Staates repräsentierte. Als Persiflage auf diese Figur setzten die Hasper den Kirmesbauer auf einen Esel, und anstelle des Säbels bekam er einen Schirm in die Hand gedrückt. Seitdem ist der Esel aus Haspe nicht mehr wegzudenken.

Positiver Blitzmarathon

Die Bilanz des Bitzmarathons fällt in Hagen durchweg positiv aus Der größte Teil der Verkehrsteilnehmer hielt sich an die Geschwindigkeiten. Bei fast identischer Anzahl kontrollierter Fahrzeuge wie im Vorjahr fielen 2016 mit 278 Überschreitungen weniger Autofahrer auf als noch 2015. Die höchste Überschreitung erfolgte durch einen jungen Mann, der mit 60 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen wurde.

Lediglich eine kleine Geschichte mag zum Schmunzeln anregen: Zwei Polizeibeamte bauen in einer abschüssigen Spichernstraße gerade das Lasergerät auf, als sie durch lautes Poltern aufgeschreckt wurden. Oberhalb ihrer Messstelle hatte sich ein Bollerwagen, beladen mit Geschirr, selbständig gemacht und rollte scheppernd auf dem Gehweg zwischen Hauswänden und parkenden Autos talwärts. Die beiden Polizisten griffen beherzt zu und konnten den Karren stoppen, bevor ein Unglück geschah oder ein Schaden eintraf. Ob der Wagen zu schnell war, ist übrigens nicht bekannt.

Fischer geht

Nachdem im Kulturbereich in der vergangenen Woche bereits Alex Frye als neuer Werkhofleiter in Hohenlimburg vorgestellt wurde, steht auch bei der Evangelischen Jugend ein Wechsel an.

Frank Fischer, der seit 15 Jahren die Evangelische Jugend in Hagen geleitet hat, verlässt den Kirchenkreis. Ab Sommer übernimmt er eine neue Aufgabe im Landeskirchenamt in Bielefeld.

Fischer wird Beauftragter für Mitarbeiter in Verkündigung Seelsorge und Bildungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dabei wird er vor allem auch Gemeinden und Kirchenkreise betreuen. „So bleibe ich den Kollegen und auch dem Kirchenkreis eng verbunden.“  Der Volmestadt wird Fischer übrigens nicht den Rücken kehren: „Ich lebe gerne in Hagen und werde nach Bielefeld pendeln.“