Experten-Tipps für Rasenpflege

Iserlohn/Hagen. (Red.) Sattgrün, gesund und schön dicht soll er sein, der Traumrasen – in diesem Punkt sind sich Gartenbesitzer einig. Doch was sich nach dem Winter im Garten zeigt, ist oft alles andere als traumhaft: ein grünbrauner Teppich mit kahlen Stellen, kümmerlichen Hälmchen, verfilzt und von Moos durchsetzt. Damit daraus wieder ein dichter, saftiger und gleichmäßig grüner Rasen wird, müssen Gartenfreunde jetzt die richtigen Vorbereitungen treffen. Tipps rund ums Säen, Mähen, Düngen und Vertikutieren gibt es bei den Experten an unserem Lesertelefon.

„Rasenfilz“ und „Halmausfall“

Wer zu Beginn des Frühjahrs seinen Rasen unter die Lupe nimmt, stellt fest: Ein zu warmer und eher trockener Winter bekommt dem Grün ebenso schlecht wie strenge Kälte und viel Schnee. Fehlen wetterbedingt beispielsweise wichtige Bodenorganismen, kann sich Rasenfilz entwickeln, oft in Begleitung von Moos und Unkraut. Eine weitere typische Winterfolge sind Blaualgen, die sich als schwarzer Belag zwischen den Gräsern zeigen. Ebenso unschön wie typisch sind auch kahle Stellen im Rasen, die meist auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen sind.

Allen Rasenproblemen gemeinsam ist, dass sie von mehreren Faktoren gleichzeitig abhängen: Bodenstruktur, Nährstoffe, ph-Wert, Feuchtigkeit, Lichteinfall und Düngung müssen stets in Balance gehalten werden, damit der Rasen sich optimal entwickeln kann. Ob Nutz- oder Zierrasen – die richtige Zeit, um das Grün fit für den Sommer zu machen, kommt mit den ersten Frühlingstagen. Wer jetzt richtig düngt, das Bodenklima verbessert und dem Rasen eine Frühjahrskur gönnt, kann später seinen Rasen in vollen Zügen genießen.

Eine Frage der Technik

Elektromäher, Aufsitzmäher, Robotermäher, Vertikutierer: Seit im Jahr 1830 ein englischer Textilingenieur den handbetriebenen Spindelrasenmäher zum Patent anmeldete, ist der Einsatz von Maschinen aus der Rasenpflege nicht mehr wegzudenken.

Den Frühlingsauftakt im Garten sollte man daher auch nutzen, um den Maschinenpark auf Vordermann zu bringen. Wie sehr das Mähen die Qualität und Lebensdauer des Rasens beeinflusst, hat sich noch nicht in allen Gärten herumgesprochen. Wird der Rasen zu kurz gemäht, kann der Boden austrocknen und der Rasen wächst schlecht nach. Stehen die Halme zu lang, können sich Moos und Unkraut ausbreiten. Nicht zuletzt spielt auch der Rasenmähertyp selbst eine wichtige Rolle: Ob Mulcher oder Fänger, Benziner, Elektro oder Akku, mit Antrieb oder ohne, darüber entscheiden neben Gartengröße, Lage und Bepflanzung auch die persönlichen Mähgewohnheiten.

Ganz gleich, mit welchem Mäher Gartenfreunde den Halmen zu Leibe rücken, entscheidend ist der Zustand der Messer: Nur wirklich scharfe Klingen schneiden die Halme, stumpfe hingegen zerrupfen sie und sorgen für braune Stellen.

Mit Expertentipps zum Traumrasen

Welche Rasensorte ist für meinen Garten die richtige? Wie kann ich kleinere Lücken im Rasen schnell wieder schließen? Wann soll ich düngen und welcher Dünger ist der richtige? Wie kann ich die Qualität von saurem Boden verbessern? Werde ich Moos nur durch Vertikutieren wieder los? Welche Schnitthöhe ist für einen Nutzrasen optimal? Wie wässere ich den Rasen richtig? Kann ich mit meinem Mäher auch mulchen? Schadet zu häufiges Mähen dem Rasen? Wann muss ich das Mähmesser erneuern, wann reicht schärfen?

Alles rund um die Rasenpflege erfahren die wochenkurier-Leser bei den Experten kostenlos am Lesertelefon. Am Donnerstag, 3. April 2014, zwischen 10 und 17 Uhr stehen sie unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 0909290 zur Verfügung: Thomas Heß (Gartenbauingenieur, Redakteur der Zeitschrift „Selbst ist der Mann“, Bielefeld), Sabine Klingelhöfer (Dipl-Ing. für Gartenbau, W. Neudorff GmbH KG, Emmerthal), Ingo Schlieder (Gärtnermeister Fachrichtung Baumschule und selbstständiger „Gartendoktor“; Mettmann) und Christoph Völz (Gärtner, Techniker im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Rasenfachmann des Gartengerätespezialisten Viking, Dieburg).