Hagen. (cs) Was einen guten Friseur ausmacht? Für Fabienne Dewenter aus Hohenlimburg hat dies eindeutig etwas mit der Kommunikation zwischen Friseurin oder Friseur und den Kunden zu tun: „Man muss sich in denjenigen, der vor einem sitzt, hinein versetzen können und sensibel sein“, erklärt die 22-Jährige, „manchmal meinen die Kunden etwas anderes, als sie sagen oder man kann bestimmt Wünsche einfach nicht eins zu eins erfüllen. Dann ist Flexibilität gefragt.“

Dass sie über diese und viele weitere Kompetenzen des Friseurhandwerks verfügt, wurde ihr nunmehr von der Handwerkskammer Dortmund bestätigt, wo sie vor gut einer Woche zur „Bestmeisterin“ ausgezeichnet wurde. Auf die Frage, wie viele andere Friseurinnen und Friseure diese Auszeichnugn erhielten, antwortete Fabienne Dewenter verlegen, dass sie tatsächlich die einzige Friseurin war, die auf die Bühne geholt und von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sowie Handwerkskammer-Präsident Berthold Schröder und HWK-Vize-Präsident beglückwunscht wurde.

Turbo-Ausbildung

Und auch bis zur Bestmeisterin hat die junge Hohenlimburgerin einen Traumstart in den Friseurberuf hingelegt. Nach ihrem Abitur hat sie im März 2014 eine verkürzte Lehre zur Friseurin begonnen und diese sogar nach bestandener Zwischenprüfung erneut verkürzt, um bereits nach anderthalb Jahren ihren Gesellenbrief in der Hand zu halten – als beste ihres Jahrgangs.

“Danach habe ich erst einmal ein Jahr lang gearbeitet und dann mit dem Meister in Teilzeit begonnen“, erklärt sie. Nach dem bravourösen Abschluss wird die 22-Jährige nun wieder im Salon ihrer Mutter Angelika Lepak an der Boeler Straße arbeiten.

Hohenlimburger Mädel

Ob sich daran in naher Zukunft etwas ändern wird? Das weiß Fabienne Dewenter noch nicht. „Wenn sich spontan mal die Chance bietet, dann würde ich wohl auch nochmal woanders arbeiten, ganz so weit weg sollte es jedoch nicht sein, ich bin einfach ein Hohenlimburger Mädel“, fasst die sympathische Friseurmeisterin ihre Zukunftspläne zusammen.