Fahrräder für Flüchtlinge

Hohenlimburg. (th) Eine überwältigende Hilfsbereitschaft, viel Verständnis und Mitgefühl für die Flüchtlinge auf Seiten der Hagener Bevölkerung hat eine Aktion der CDU Hohenlimburg in den vergangenen Tagen ans Licht gebracht. Die Bürger waren dazu aufgerufen, Fahrräder für die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte in Hohenlimburg zu spenden, um deren Mobilität und Lebensqualität zu verbessern. Die Resonanz übertraf sämtliche Erwartungen um ein Vielfaches.

Binnen kürzester Zeit nach dem Aufruf erhielt die CDU eine enorme Menge an Fahrrädern, mittlerweile sind es 80 Stück. Und dabei handelt es sich keinesfalls um Schrotträder – im Gegenteil. Dietmar Stein, Mitarbeiter des Werkhofs, untersuchte jedes einzelne Gefährt auf Herz und Nieren. Das Ergebnis: Alle Fahrräder sind in einem „Superzustand“. Sogar Rennräder und Mountainbikes wurden gespendet.

In der Fahrradwerkstatt des Werkhofs sollen die Flüchtlinge, die die Fahrräder erhalten, Ansprechpartner finden – falls doch mal Reparaturen nötig sind. Einige Flüchtlinge sollen dort auch die Möglichkeit bekommen, selber mitzuarbeiten. Ursprünglich rechneten die Initiatoren der Aktion damit, dass einige Fahrräder in schlechtem Zustand abgegeben würden. Diese hätten dann wiederum als Grundstock für die Werkstatt zur Verfügung gestanden.

Daraus ist nun – glücklicherweise – nichts geworden.

Riesige Spenden

Auch die Anzahl der Spenden übertraf die kühnsten Vorstellungen. Mit etwa 25 Rädern rechnete die Hohenlimburger Union, die an Menschen aus den Unterkünften an der Unternahmerstraße und Wilhelmstraße verteilt werden sollten. Die bisher eingetroffenen 80 Fahrräder sollen nun wahrscheinlich Flüchtlinge in ganz Hagen bekommen. „Denn es ist ein wichtiges Ziel, die Spenden jetzt auch dorthin zu geben, wo wirklich Bedarf herrscht,“ so Willi Strüwer, stellvertretender Vorsitzender der CDU Hohenlimburg. Außerdem kamen die Spenden auch aus verschiedensten Stadtgebieten, nicht nur aus Hohenlimburg.

Nicht nur Räder

Die Spendenbereitschaft der Hagener beschränkt sich übrigens nicht nur auf Fahrräder. Im Zuge dieser Aktion wurden zahlreiche andere Gegenstände gespendet, von Fernsehgeräten, Spielzeugen und Kuscheltieren über Bügeleisen und -bretter, Kleidung, bis hin zu einer gerade gelaufenen, noch warmen Kaffeemaschine. Darüber hinaus boten viele Menschen weitere Unterstützung an, in Form von Übersetzungshilfe, Sprachkursen und Kinderbetreuung.

Ein solches Engagement seitens der Bevölkerung wird auch langfristig nötig sein, um die Situation zu bewältigen, die sich in absehbarer Zeit nicht entschärfen wird. Dies kann nur gelingen, wenn alle Parteien, Vereine, Gemeinden und Bürger an einem Strang ziehen. Bislang gelingt das in Hagen vorbildlich, wie die Fahrradaktion der CDU Hohenlimburg gezeigt hat.