Fahrräder stehen sicher am Hauptbahnhof in Hagen

Neue Radboxen am Hagener Hauptbahnhof
Petra Leng (Radverkehrsbeauftrage), Martin Leiße (Radschloss-Kunde), Oberbürgermeister Erik. O. Schulz, Jörg Winkler (Verkehrsplanung des Stadtplanungsamtes)und Andreas Winterkemper (Manager nachhaltige Mobilität) freuen sich über die neuen Radboxen am Hagener Hauptbahnhof. (Foto: Heiko Cordes)

Hagen. „Einchecken. Abstellen. Sicher“ – unter diesem Motto und dem Markennamen „DeinRadschloss“ stehen bald insgesamt 34 Radboxen an den Bahnhöfen im Hagener Stadtgebiet zur Miete bereit. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Christoph Köther, Vorstand der Hagener Straßenbahn AG, und Michael Zyweck vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wurden am gestrigen Freitag 17 Radboxen am Hagener Hauptbahnhof eingeweiht.

Vorreiter Hagen

Hagen gehört zu einer von 15 Kommunen, die gemeinsam mit dem VRR an größeren Verknüpfungspunkten zum öffentlichen Personennahverkehr digital gesteuerte Radabstell-
anlagen mit dazugehörigem modernen, elektronischen Zugangs- und Hintergrundsystem anbieten.

Weitere Interessenten

Über 25 Kommunen hatten sich gemeinsam mit Hagen beworben, doch zehn konnten die Finanzierung nicht gewährleisten. Mittlerweile sind jedoch wieder einige neue Kommunen interessiert an dem Radbox-Angebot. „Wir bekommen fast täglich Anfragen“, erklärt Michael Zyweck.

Oberbürgermeister Schulz sieht in dem Projekt eine Investition in die Zukunft: „Wir wollen nicht nur Angebote machen, sondern sind auch in der Pflicht die ‚Hotspots‘ in der Stadt des motorisierten Individualverkehr zu entlasten und sind in der Not, etwas für Luftverbesserung und Umweltschutz zu tun.“

Fahrgäste können die Stellplätze in Zukunft bei der Hagener Straßenbahn AG via Internet unter www.dein-radschloss.de reservieren, buchen und mittels einer Chipkarte dann auf die Boxen zugreifen.

Die Radabstellanlagen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Fördervolumen beträgt 4 Millionen Euro und macht 90 Prozent der gesamten Kosten aus. Insgesamt werden über 60 Standorte in den 15 Kommunen mit Radboxen bestückt.