Falscher Alarm: SEK in Hohenlimburg im Einsatz

Bei der Hausdurchsuchung fanden die SEK-Kräfte niemanden. Daher konnte nach fast vier Stunden Einsatzzeit wieder Entwarnung gegeben werden. (Foto: Heiko Cordes)

Bei der Hausdurchsuchung fanden die SEK-Kräfte niemanden. Daher konnte nach fast vier Stunden Einsatzzeit wieder Entwarnung gegeben werden. (Foto: Heiko Cordes)

Hohenlimburg. (hc) Nur wenige Meter von den Kanu-­Europameisterschaften in Hohenlimburg entfernt gab es am Donnerstagnachmittag, 17. August, einen großen Polizeieinsatz. Gegen 15 Uhr hatte eine Frau bei der Polizei angerufen und den Beamten glaubhaft vermitteln können, dass in der derzeit ungenutzten Gaststätte Kaliwa ein bewaffneter Mann sei.
Auf Grund der Personenbeschreibung des Mannes wurde dieser Hinweis besonders ernst genommen. Die ersten Beamten vor Ort bestätigten die Einschätzung und zogen deshalb Sondereinsatz-Kräfte hinzu. Zwischenzeitliche Gerüchte einer Geiselnahme entbehrten jeglicher Grundlage.
Das SEK-Team machte sich zunächst ein Bild von der Situation. Die Obere Isenberg­straße wurde weiträumig abgesperrt, die Bewohner mussten in ihren Häusern bleiben. Trotz guten Zuredens der Einsatzkräfte nahmen ein paar wenige Bürger die Warnung nicht ernst und schauten immer wieder aus Türen und Fenstern raus.
Kurz vor 18.30 Uhr erfolgte für das SEK-Team der Einsatzbefehl. Zweimal konnte man eine kleine Detonation hören, ansonsten blieb es ruhig. Binnen weniger Minuten klärten die Einsatzkräfte die Situation uns stellten fest, dass das Haus leer sei.
Nachdem auch die nähere Umgebung durchforstet war, durften die Anwohner in ihre Wohnungen zurück beziehungsweise die dortigen Geschäfte wieder verlassen.