FDP: GWG-Pläne in Wehringhausen sind eine Bereicherung für das Stadtviertel

Hagen. Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hagen spricht sich erneut für eine schnelle Umsetzung der GWG-Pläne für einen Abriss des sogenannten Block 1 und die projektierte Neubebauung aus. Nach Ansicht der Liberalen ist vor allem der Neubau einer sechszügigen Kita dringend notwendig und sollte nicht durch ein langwieriges und hier unnötiges Bebauungsplanverfahren verzögert werden.
Claus Thielmann, Fraktionsvorsitzender der FDP hält eine schnelle Umsetzung des Bauvorhabens für die richtige Entscheidung: „Wir brauchen dringend diese Kita-Plätze und sollten uns nicht von nostalgischen Befindlichkeiten leiten lassen.“ Die betroffenen Gebäude könne man sicherlich als historische Bausubstanz sehen und diese wird in Hagen auch zu Recht an vielen Stellen bewahrt und geschützt. Ein Viertel müsse sich aber auch weiterentwickeln und zukunftsfähig bleiben. Kinderbetreuung, mehr Grünflächen, eine moderne Nahversorgung – genau die Punkte, die auch auf der Wunschliste vieler Wehringhauser stehen!
Michael Grzeschista, Ratsherr und Sprecher der Fraktion im StEA sekundiert: „Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund das Vorhaben nicht nach § 34 BauGB zu genehmigen.“ Die Planung orientiere sich an den Bedürfnissen des Viertels, die aus Sicht der FDP so auch aus bisherigen Bürgerbeteiligungen, z.B. im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ hervorgehe. Wenn es aber darum geht, der GWG einen finanziell abwegigen Erhalt der Bausubstanz oder eine erneute Wohnbebauung aufzuzwingen, werde man auch in einem Bebauungsplanverfahren nicht zum Erfolg kommen.
„Für uns ist es insbesondere nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet die SPD, die regelmäßig eine bessere Versorgung mit Kita-Plätzen anmahnt, sich bei diesem Projekt querstellt. Es ist unverschämt zu behaupten, das Bebauungsplanverfahren wäre längst abgeschlossen, wenn die GWG sich von Anfang an darauf eingelassen hätte. Noch ist der Eigentümer, eine Genossenschaft, maßgeblicher Planer und Herr des Geschehens. Auch von Erpressung durch die GWG zu sprechen, wie zuletzt durch Vertreter einer Gruppe von Bürgern, befremdet, denn die GWG macht hier ein Angebot, dass maßgeblich zu einer positiven Weiterentwicklung des Viertels beitragen könnte“, so Claus Thielmann abschließend.