Fernöstliche Kunst und Schnuppern an „schwarzweißbunt“

Hagen. (th/ME/clau) Geigen, die sich gegenseitig anstoßen und so Klänge erzeugen; Totenköpfe, die verschiedene Aspekte des Lebens verkörpern; eine eigene Welt in einem Koffer aus alten Kleidern; eine Landkarte der Menschheitsgeschichte auf einem klassischen, 40 Meter langen Paravent . All das, und vieles, vieles mehr, kann man ab Samstag, 16. Mai 2015, im Hagener Osthaus-Museum, Museumsplatz (Hochstraße), bewundern.

Hagens Museumsdirektor Tayfun Belgin ist fasziniert von der zeitgenössischen Kunst aus Fernost. (Foto: Tim Haacke)
Hagens Museumsdirektor Tayfun Belgin ist fasziniert von der zeitgenössischen Kunst aus Fernost. (Foto: Tim Haacke)

Dann eröffnet dort eine Ausstellung mit zeitgenössischen Werken von 17 chinesischen Künstlerinnen und Künstlern. Im historischen Gebäudeteil des Osthaus-Museums schaffen die ausstellenden Künstler es auf vielseitige und faszinierende Weise, vertraute und fremde Aspekte zu verbinden und dem Betrachter somit neue Perspektiven zu eröffnen.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Projektes „China 8 – Zeitgenössische Kunst aus China an Rhein und Ruhr“ statt. In insgesamt acht Städten und neun Museen zeigen rund 120 chinesische Künstlerinnen und Künstler ihre Werke, die bislang größte museale Bestandsaufnahme zeitgenössischer chinesischer Kunst.

Die Eröffnung der Hagener Ausstellung beginnt um 16 Uhr mit Redebeiträgen von Museumsdirektor Tayfun Belgin, Bürgermeister Hans-Dieter Fischer und Walter Smerling, dem Kurator der Ausstellung. Bis zum 13. September kann die Ausstellung dann von Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt beträgt 6 Euro normal und 4 Euro ermäßigt, für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei.

„Schwarzweißbuntes“ schon beschnuppern

Und auf die „China-Eröffnung“ folgt am einen Tag später bereits der nächste Hit: Das Hagener Kulturfestival „Schwarzweißbunt“ wird zwar erst vom 12. bis zum 14. Juni  2015 im Mittelpunkt stehen, aber schon jetzt gibt es einen Vorgeschmack bei freiem Eintritt und Keksen. Anlässlich des „Internationalen Museumstags“ können sich die Volmestädter am morgigen Sonntag, 17. Mai, ein erstes Bild von den bunten Kulturtagen machen. Musiker und bildende Künstler, Institutionen und Ehrenamtliche, Projektteilnehmer und Ideengeber, Freunde und Kooperationspartner stellen sich vor.

Der Schnuppertag findet ab 11 Uhr im Hörsaal des Osthaus-Museums an der Hochstraße statt.

Die Fotoprojektion „Making of Story Teller. Geschichten + Gerichte – ein Projekt mit Flüchtlingen in Hagen“ macht den Anfang und wird im Laufe des Tages mehrfach wiederholt. Der Film „Innere Grenzen abbauen – ein Gemeinschaftsprojekt der Hagener Jugendräte und junger Neuankömmlinge“ wird um 11.30 und um 14 Uhr gezeigt. Beteiligte Jugendliche führen das Publikum ins Thema ein.

Der Hagener Künstler Nuri Irak veranstaltet von 12 bis 14 Uhr einen Wortshop unter dem Titel „Hagens Farben – zusammen kreativ mit Pinsel und Farbe“.

Das „Kreuzer & Wagner Duo“ tritt mit Gesang zur Gitarre um 14.30 Uhr auf.  Kurdische und arabische Lieder begleitet von Tanbur und arabischer Nay Flöte spielen von 15.30 bis 16 Uhr Adnan Abdullah aus Syrien und die aus Hagen stammende Musikerin Maren Lueg. Ihre Flöte erklingt zum Abschluss des Tages noch einmal. Von 16.15 bis 16.45 Uhr spielt sie türkische und kurdische Lieder, die Yadigar Öztürk aus der Türkei mit Baglama Saz begleitet.

Über 50.000 Besucher zählte bisher die Ausstellung mit Werken des Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Wer mag, kann während des Internationalen Museumstages die spektakuläre Schau besuchen, allerdings öffnen sich hier die Türen nur gegen entsprechendes Eintrittsgeld.