Feuervögel erwarten Eisbären

Wiedersehen mit Jake: Ex-Feuervogel Jacob Burtschi (l.) landete nach Zwischenstationen in Spanien und Frankfurt in dieser Saison in Bremerhaven. Dort ist er mit 11,2 Punkten, 6,8 Rebounds im Schnitt und seiner kämpferischen Spielart absoluter Führungsspieler. Obwohl in Hagen noch sehr beliebt, hofft man, dass er das gegen Phoenix nicht unter Beweis stellt. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. (dh) Fünf Wochen ist es her, dass Phoenix Hagen ein Heimspiel in der Enervie-Arena ausgetragen hat. Am Samstag, 2. Februar 2013, ist es wieder soweit: Um 19 Uhr erwarten die Feuervögel am 21. Spieltag der Beko-Basketball-Bundesliga die Eisbären Bremerhaven. Der Allstar-Break, die verschobene Oldenburg-Partie und eine Reihe von Auswärtsspielen sorgten für diese lange Unterbrechung.

Mit 18:20 Punkten gleichauf mit Phoenix Hagen im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt, präsentierten sich die Nordlichter in dieser Saison mitunter divenhaft. Bestes Beispiel: Da unterliegen die Schützlinge von Doug Spradley den Artland Dragons daheim mit 51:73, um zwei Wochen später beim Rückspiel in Quakenbrück mit 96:80 siegreich zu bleiben. Für mehr Konstanz soll nun ein Neuzugang sorgen: Neben Allstar Stanley Burrell (15,2 Punkte) führt seit Januar auch der klassische Point Guard Kevin Kruger Regie bei den Eisbären.

Wiedersehen mit Burtschi

David Bell war im Spiel gegen Bayreuth mit 26 Punkten (18 davon im letzten Viertel!) und 4 Assists erneut in blendender Spiellaune. (Foto: Jörg Laube)

Mit Stefan Jackson, Alex Harris (ehemals Ludwigsburg) und Nationalspieler Philip Zwiener (kam aus Trier) stehen Doug Spradley drei sehr interessante Spieler für die Außenposition zur Verfügung. Besondere Freude herrscht in Hagen über das Wiedersehen mit Jacob Burtschi, der erstmals seit April 2011 wieder in der Enervie-Arena auflaufen wird. Jake wechselte vor Saisonbeginn aus Frankfurt an die Nordseeküste und kommt bisher auf 11,2 Punkte und 6,8 Rebounds.

Die Centerposition teilen sich der Kanadier Scott Morrison (10,6 Punkte/4,7 Rebounds) und Keith Waleszkowski (7,1/4,4). Regelmäßig zum Einsatz kommen auch Point Guard Anthony Canty und Forward Jermain Raffington. Die Eisbären reisen mit einer positiven Auswärtsbilanz im Gepäck nach Hagen (5:4) und gelten allgemein als Playoff-Kandidat.

Nach beachtlichen vier Auswärtssiegen in Folge erwischte es die Hagener am letzten Samstag in Bayreuth. Bei den Oberfranken unterlagen die Feuervögel mit 96:103. Gegen Ende des dritten Viertels knickten die Gäste ein, gerieten mit bis zu 18 Punkten in Rückstand und kämpften sich anschließend mit großem Willen noch einmal heran. Von Erfolg gekrönt – wie zuletzt in Gießen – war die Aufholjagd in Bayreuth allerdings nicht.

Zu viele Konzentrationsschwächen

Trainer Ingo Freyer resümierte: „Die Bayreuther haben mit Bryan Bailey, Kevin Hamilton oder Jason Cain clevere Spieler von hohem Niveau, denen man nicht mal eben einen so großen Vorsprung abjagt. Ich kann meiner Mannschaft darum keinen Vorwurf machen. Wir haben sehr engagiert gespielt und sind gut zurückgekommen, das haben unsere Fans nach dem Spiel auch gewürdigt. Wir hatten einfach ein paar Konzentrationsschwächen zu viel.“

Schoo wieder voll dabei

Erstmals wieder zum Kader gehörte in Bayreuth Center Björn Schoo. Nach einer Knieverletzung ist er wieder voll im Training. „Björn hat sich die ganze Zeit sehr professionell verhalten, war immer bei der Mannschaft und stets positiv. Er hat bewiesen, wie wertvoll ein Spieler auch dann für sein Team sein kann, wenn er verletzt ist“, lobt Ingo Freyer den 2,13-m-Hünen.

Drei Fragen an Ingo Freyer

Die Eisbären Bremerhaven liegen gleichauf mit Phoenix Hagen im Mittelfeld der Tabelle. Was zeichnet die Mannschaft aus?

Das ist schon eine gute Mannschaft, die auch weiter oben stehen könnte. Bremerhaven wirft nicht so viel von der Dreierlinie, ist aber insbesondere aus der Mitteldistanz und beim Offensivrebound stark. Mit Stanley Burrell verfügen sie über einen dominanten Aufbauspieler. Sie haben auch Qualität von der Bank und sind dadurch schwer auszurechnen.

Welche Rolle spielt der Ex-Hagener Jacob Burtschi in Bremerhaven?

Er hat seinen Spielstil nicht verändert. Burtschi ist immer noch der Kämpfer, stark beim Rebound, mit einer super Defense und einem exzellenten Distanzwurf. Er gibt den Eisbären sehr viel und ist der emotionale Kopf des Teams.

Allstar Stanley Burrell hat im Januar mit Kevin Kruger Verstärkung auf der Point-Guard-Position erhalten. Verstehen Sie diesen Schritt?

Durchaus, auch wenn wir Kruger bisher nur wenig kennen. Ich halte das für eine gute Entscheidung, weil es bisher keine Alternative gab, wenn Burrell beispielsweise foulbelastet war. Die Verpflichtung macht absolut Sinn.