„Freiwillig engagiert in Hagen“

Hagen. (tau) Ehrenamt macht Spaß – und die Auswahl ist riesig. Wer glaubt, Ehrenamt gebe es überwiegend im sozialen Bereich oder sei gar ein „alter Hut“, der kann sich eines Besseren belehren lassen. Der Beweis dafür liegt auf der Hand, genauer gesagt auf dem Platz – dem Friedrich-Ebert-Platz: am kommenden Samstag, 15. September 2012, findet hier von 10 bis 16 Uhr der Aktionstag 2012 der Freiwilligenzentrale statt. Er steht unter dem Motto „Freiwillig engagiert in Hagen“.

Stephanie Krause, Leiterin der Freiwilligenzentrale Hagen, freut sich auf den Aktionstag in der City, bei dem zahlreiche Angebote vorgestellt werden und Mitmachaktionen auf die Besucher warten. (Foto: wochenkurier)

Über 20 Vereine, Verbände und Institutionen nehmen die Gelegenheit wahr, die Hagener wieder einmal auf die Wichtigkeit und Vielfalt bürgerlichen Engagements hinzuweisen. Mehr als 35 Projekte präsentieren sie an ihren Ständen und laden zu Mitmach- und Probieraktionen ein.

So hat der Stadtsportbund zum Beispiel Sportgeräte für die jungen Besucher im Gepäck, der Kinderschutzbund veranstaltet einen kleinen Kindertrödel, im kulinarischen Bereich bietet das Allerwelthaus fair gehandelten Kaffee, und die Caritas veranstaltet ein Wissensspiel rund um das Thema Ehrenamt.

Die Hagener Bürger nutzen zunehmend die Gelegenheiten, sich über ganz unterschiedliche Einrichtungen hautnah zu informieren. Und sich danach möglicherweise für ein Ehrenamt zu entscheiden. Denn es hat sich herumgesprochen, dass es keineswegs nur die Gesellschaft ist, die vom Engagement der Freiwilligen profitiert – auch das Leben des freiwillig Tätigen wird farbiger, interessanter, freundlicher. Der Einsatz für den „guten Zweck“ eröffnet neue Perspektiven und Horizonte.

Einsatz nach Wunsch

Über 120 Einrichtungen – von kleinen Gruppen bis hin zu Vereinen oder Institutionen – halten Möglichkeiten bereit, sich zwischen zwei Stunden monatlich und bis hin zum täglichen Einsatz zu engagieren. Da warten Sportvereine und Kultureineinrichtungen ebenso wie Tier- oder Naturschutzorganisationen. Alles ist möglich. „Nur von Politik halten wir Abstand!“ betont Stephanie Krause, Leiterin der Freiwilligenzentrale. „Wir finden für jeden eine Tätigkeit, die zu ihm passt und ihn vor allem auch zufrieden macht. Das ist überaus wichtig, denn sonst wird das Ehrenamt doch schnell wieder aufgegeben.“

In einem persönlichen Gespräch werden die zeitlichen und örtlichen Möglichkeiten, Vorlieben und Fähigkeiten geklärt, um die ideale Aufgabe zu finden. Besondere Fähigkeiten und Voraussetzungen braucht es nicht. Nur den Wunsch, sich für eine gute Sache zu engagieren. Das erforderliche Alter ist nach oben hin offen, Bewerber sollten aber mindestens 14 Jahre alt sein.

„Der Umzug hat sich übrigens gelohnt“, freut sich Stephanie Krause. Seit die Freiwilligenzentrale ihr neues Domizil im Rathaus an der Volme (Rathausstraße 13) bezogen hat, kommen mehr Interessierte vorbei. Die zentrale Lage, aber auch Veranstaltungen, die nun in den neuen Räumlichkeiten stattfinden, tragen sicherlich zur größeren Publikumswirksamkeit bei.

Radio Dialog

Jedes Jahr gibt es zum Aktionstag ein besonderes Schmankerl – am 15. September 2012 stellt die Freiwilligenzentrale Hagen in der City eine ihrer jüngeren Töchter heraus: „Radio Dialog“, den Bürgerfunk fürs Ehrenamt. Alle drei Monate geht er auf Sendung. Radio Dialog sucht den direkten Kontakt und das unmittelbare Gespräch zu Einrichtungen und Freiwilligen, stellt sie in Interviews vor und beleuchtet Hintergründe. Die Arbeit dieses schnellen Mediums wird beim Aktionstag mit Interviews, eingespielten Sketchen und Informationen über Inhalt, Anliegen und Technik dargestellt und erklärt. Mit dem unterschwelligen Wunsch, bei dieser Gelegenheit vielleicht auf den nächsten Reporter, Techniker oder Musikexperten für das Team von Radio Dialog zu stoßen

Der Aktionstag auf dem Friedrich-Ebert-Platz ist nicht nur Informations-Börse, sondern bietet auch Unterhaltung. Musikalisch sorgen die Tele Big Band, der Spielmannszug Altenhagen und die Band Together e.V. für Stimmung. An etlichen Ständen gibt‘s außerdem Leckeres gegen eine geringe Spende.