Freiwilligenzentrale Hagen: Durchstart nach Umzug

Stephanie Krause, Leiterin der Freiwilligenzentrale Hagen, freut sich, die neu bezogenen Räume in der Rathausstraße 13 endlich mit Leben füllen zu dürfen. (Foto: ric)

Hagen. (ric) „Besonders gefragt sind bei uns in der Freiwilligenzentrale Angebote aus dem sozialen Bereich“, freut sich Stephanie Krause, Leiterin der Freiwilligenzentrale in Hagen. Großen Respekt hat sie dabei vor all jenen, die sich ehrenamtlich im Hospiz einbringen. Wer hier aktiv ist, durchläuft eine mehrere Monate andauernde Vorbereitungszeit, um die betroffenen Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten zu können. „Die Ehrenamtlichen in diesem Bereich sind aber durch die Reihe weg alle sehr glücklich mit ihrer Entscheidung für die Sterbebegleitung“, weiß Krause.

Harmonischer Eindruck

Im Bereich der Kinderhospizarbeit sind es immer zwei Ehrenamtliche, die ein Kind betreuen. Dabei sind sie nicht nur für das betroffene Kind selbst da – auch für Geschwisterkinder und die Eltern des Kindes leisten sie wertvolle Dienste. „Die Ehrenamtlichen haben einen anderen Blickwinkel als die Familienangehörigen“, erklärt die Leiterin der Freiwilligenbörse. Dies ist wichtig, will man auch mal ein offenes Wort sprechen, ohne allzu vielen Emotionen ausgeliefert zu sein, wie es im reinen Familienkreis normal ist. Wie lange die Betreuungszeiten in der Hospizarbeit andauern, ist übrigens ganz unterschiedlich. Mal handelt es sich nur über einen sehr kurzen Zeitraum, mal haben die zu Betreuenden und ihr Ehrenamtlicher viele gemeinsame Monate oder auch Jahre.

300 Angebote

Insgesamt bietet die Hagener Freiwilligenbörse rund 300 verschiedene Angebote. Nicht nur aus dem sozialen Bereich, auch aus der Kultur, Sport und der Vereinsarbeit bietet sich sicherlich für Jeden das Richtige. „Weniger gefragt sind definitiv Angebote aus dem organisatiorischen Bereich“, weiß Stephanie Krause. Gerade für Büroarbeiten, beispielsweise in Verbänden oder Sportvereinen, dauert es meist länger, bis sich jemand Passendes meldet.

Ehrenamt macht Spaß

Dabei macht eine ehrenamtliche Mitarbeit viel Spaß – dies bestätigen die Aktiven immer wieder. Nachdem die Freiwilligenzentrale in die neuen Räume in der Rathausstraße 13 umziehen konnte – der wochenkurier berichtete -, findet dort nun die erste Veranstaltung statt. Unter dem Motto „Auf einen Mord in Hagen“ laden die Autorin Birgit Ebbert und die Freiwilligenzentrale ein. Am kommenden Mittwoch, 6. Juni 2012, 17.30 Uhr, liest die Wahl-Hagenerin Ebbert unter anderem aus ihren Kurzkrimi „Job ohne Aussicht“, mit dem sie es 2010 unter über 600 Einsendungen immerhin auf die Nominiertenliste des renommierten Agatha-Christie-Preises geschafft hat.

Mit dieser Lesung startet die Freiwilligenzentrale Hagen eine Reihe von Veranstaltungen. „In den kommenden Monaten werden weitere Lesungen in unserem Veranstaltungsraum folgend“, so Stephanie Krause. „Wir möchten unsere neuen Räumlichkeiten mit Leben füllen und mit dieser Lesung lässt sich die wunderbar mit dem ehrenamtlichen Einsatz von den Vorlesern verbinden.“

Da für die Lesung nur begrenzte Plätze zur Verfügung stehen, ist eine Anmeldung erforderlich unter Telefon 02331 / 184-170 oder per E-Mail an info@fzhagen.de.