Freiwilligenzentrale wird Nachmieter im Tourismusbüro

Großes Stühlerücken im Rathaus an der Volme. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Umzug des Touristik-Büros. Als Nachmieter scheint die Freiwilligenzentrale bereits festzustehen. (Foto: wochenkurier)

Hagen. (ME) Großes Stühlerücken im Rathaus an der Volme. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Umzug des Touristik-Büros. Die Touristiker, die mittlerweile als Abteilung zur Hagen-Agentur gehören, verlassen das Rathaus Ende Februar und beziehen neue Räumlichkeiten in der Körnerstraße. Das heißt, ab März befindet sich dann das Büro gegenüber dem Sparkassen-Karree im Haus der Märkischen Wirtschaft, also unmittelbar am zentralen innenstädtischen Omnibusstopp und somit leichter erreichbar.

Nachfolger gefunden

Der Nachmieter im Rathaus scheint mittlerweile auch schon gefunden zu sein. Dem Vernehmen nach wünschen alle Verantwortlichen, an dieser Stelle fortan die Freiwilligenzentrale unterzubringen. Noch sind hierfür nicht alle Verhandlungen hundertprozentig unter Dach und Fach, doch kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass es im Frühjahr zum Umzug der Zentrale ins Rathaus kommen wird.

Apropos Freiwilligenzentrale. Alljährlich laden der Oberbürgermeister der Stadt Hagen, die Sparkasse und die Zentrale gemeinsam engagierte Bürger und Bürgerinnen zum Neujahrsempfang ein, um ihren Einsatz für die Stadt zu würdigen. Natürlich immer mit einem anderen Programm. Letzte Woche stand dieser Empfang wieder auf der Tagesordnung.

Ehrenamtskarte

In diesem Jahr „war es eine wirklich runde Sache“, sagte eine der Besucherinnen im Anschluss. Und das, obwohl eigentlich eine „kleine Eckige“ im Mittelpunkt stand: Die goldene Ehrenamtskarte des Landes NRW, die beim Neujahrsempfang erstmalig an engagierte Hagener/innen vergeben wurde.

Mit ihr würdigt Nordrhein-Westfalen einen überdurchschnittlichen Einsatz von fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr und gibt den Ehrenamtlichen etwas zurück. Denn die Karteninhaber bekommen landesweit Vergünstigungen bei beteiligten Einzelhändlern, Museen, Schwimmbädern oder Veranstaltungen.

„Ein Dank im Checkkartenformat“, bemerkte Klaus Oberliesen, Mitglied des Vorstands der Sparkasse, fachmännisch und bezeichnete die Karte auch als „Dank to go.“

„Wir sind stolz“

Die Vorsitzende des Trägervereins der Freiwilligenzentrale, Melanie Purps, erklärte, dass die Ehrenamtskarte zudem ein weiterer Schritt zur Kooperation zwischen Ehrenamt und heimischer Wirtschaft sei. „Wir sind stolz, heute bereits die ersten 29 lokalen Anbieter für die Ehrenamtskarte präsentieren zu können.“

Und Hagens Oberbürgermeister Jörg Dehm sagte zu, dass zeitnah auch städtische Einrichtungen, z.B. Museen oder Theater, als Anbieter dazukommen würden. Aber auch ohne Stadtverwaltung kann sich die Liste der Partner bereits sehen lassen:

AWO, DRK, Johanniter, Caritas, Diakonie, die Medienpalette, das Theater an der Volme, der Schaustellerverein, Laufsport Tenne, das Arcadeon, Jürgens, eine Grafikerin, Basse-Druck, Sparda-Bank, Hörakustik Faust, Haargenau, Wikinger Reisen, die Rathausapotheke, Priller, das Westfalenbad, eine Homöopathin, Phoenix Hagen, die Lernbegleiter, die Insolvenzberatung Ruhr, der Westfalia-Markt sowie der Gastgeber des Abends, die Sparkasse.

Nutzen können die Angebote ab sofort die 111 Ehrenamtlichen, welche die Karte vor dem Neujahrsempfang schon beantragt hatten.

Ein besonderes Highlight war für alle Gäste der Auftritt der beiden „Doesköppe“, die für die Ehrenamtlichen eine kurze Pause vom Ruhestand machten und auf gewohnt humoristische Art die Hagener Stadtentwicklung beleuchteten. (Foto: Fz Hagen)

Bei der Überreichung durch OB Dehm und Melanie Purps wurde – quasi beiläufig – die Vielfalt der Ehrenamtlichen deutlich: zwischen 18 und 84, von Mitwirkenden in Jugendfreizeiten über Sportschützen bis hin zu Betreuern im Altenheim war alles vertreten.

Pause vom Ruhestand

Besonders für die Ausgezeichneten war dies natürlich ein unvergesslicher Abend. Aber auch die anderen Besucher des Neujahrsempfangs kamen auf ihre Kosten. „Ihren Einsatz wollen wir keinesfalls schmälern“, danke ihnen der Oberbürgermeister in seinem Grußwort.

Den musikalischen Rahmen setzte die TeleBigBand. Ein besonderes Highlight war für alle Gäste der Auftritt der ehemals berühmten „Doesköppe“, die für die Ehrenamtlichen eine kurze Pause vom Ruhestand machten und auf gewohnt humoristische Art einen kurzen Abriss der Hagener Geschichte gaben.