Freudentage für Baufirmen

Hagen. (san/ME) Während die GWG am vergangenen Freitag das neue Torhaus mitten in Haspe pünktlich und mit funktionierendem Brandschutz der Öffentlichkeit übergeben konnte, sind die Reparaturarbeiten in der Rathaus-Galerie immer noch nicht abgeschlossen. Immerhin wurde jetzt ein neuer „richtiger“ Eröffnungstermin genannt: am Donnerstag, 13. November, sollen weitere rund 60 Geschäfte (Saturn und Kaufpark sind ja bereits geöffnet) und Imbissbetriebe endlich ihre Waren und Speisen feilbieten können.

Direkt nebenan – in der Volme-Galerie – sind jetzt auch an der „Außen-Hülle“ die unlängst gestarteten Umbau-Arbeiten unübersehbar: Vor dem ehemaligen Horten-Kaufhaus steht ein Bauzaun. Und zweitens wurde auch schon, wenngleich noch etwas versteckt, mit dem Abbruch der Fassade begonnen. Die Fassadenbausteine, die angeblich ein verschachteltes „HH“ zeigen (für „Helmut Horten“), haben das Antlitz des Friedrich-Ebert-Platzes rund 50 Jahre lang mitgeprägt. In Kürze werden sie verschwinden. Der Betreiber will das frühere Kaufhaus völlig umbauen; hinterher wird es nicht mehr wiedererkennbar sein.

Zwischen Rathaus- und Volme-Galerie - genauer: in der Rathausstraße und parallel zum alten Rathaus - ging jetzt der Einbau neuer Fahrradständer über die Bühne. Vor wenigen Jahren befand sich an dieser Stelle noch ein „Taxi-Stopp“, er wurde bekanntlich zum Stadtfenster verlagert. (Foto: Michael Eckhoff)
Zwischen Rathaus- und Volme-Galerie – genauer: in der Rathausstraße und parallel zum alten Rathaus – ging jetzt der Einbau neuer Fahrradständer über die Bühne. Vor wenigen Jahren befand sich an dieser Stelle noch ein „Taxi-Stopp“, er wurde bekanntlich zum Stadtfenster verlagert. (Foto: Michael Eckhoff)

Zwischen beiden Galerien – genauer: in der Rathausstraße – sind aktuell diverse Verschönerungsarbeiten im Gange. Die momentan wichtigste Maßnahme: der Einbau neuer Fahrradständer parallel zum alten Rathaus. Vor wenigen Jahren befand sich an dieser Stelle ein „Taxi-Halt“. Dieser Taxistand wurde zum „Stadtfenster“ umgesiedelt, als die Arbeiten zum Bau der Rathaus-Galerie starteten. Da sich die zuständigen Taxi-Verbände und die Stadt Hagen inzwischen darauf geeinigt haben, den Taxi-Stand am Stadtfenster beizubehalten, war der Weg frei für die neuen Fahrradständer. Bleibt nur noch die Frage, ob es in der Rathausstraße künftig wieder einen Behindertenparkplatz geben wird.

Eine gute Idee setzte der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) in die Tat um: Der erste Sammelcontainer in der Stadt für Elektroschrott steht seit wenigen Tagen am Boeler Marktplatz. Hinein dürfen kleine Elektrogeräte wie Rasierapparate, Handys, Kaffeemaschinen, etc.; „Rohstoffverwertung statt Restmüll“ lautet die Devise. Zwar gab und gibt es bisher für diese Dinge eine kostenlose Annahme an der Müllverbrennungsanlage, der HEB erhofft sich jedoch durch zentralere Sammelstellen eine größere Resonanz. Weitere Containerstandorte sollen aus diesem Grund eingerichtet werden.

Auch nach Hagen kommen weiterhin in den nächsten Wochen und Monaten neue Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisengebieten der Welt, die in vielerlei Hinsicht betreut werden müssen. Ein neues Miteinander soll deshalb das Handeln in der kommunalen Flüchtlingspolitik bestimmen: Die Einrichtung eines runden Tisches zur Flüchtlingsproblematik wurde nun im Hauptausschuss einstimmig beschlossen.

Beschlossen sind zudem weitere Baumaßnahmen in der Innenstadt: Zum einen wurden jetzt die Verträge unterzeichnet, die den Umzug der Polizeiwache Mitte aus der Prentzelstraße hin zum früheren Aral-Parkhaus an der Bahnhofstraße im Jahr 2016 unter Dach und Fach bringen.

Zum anderen fließen über 30 Millionen Euro in die weitere Renovierung des Hauptbahnhofs. Eine stolze Summe. Von der Gesamtsumme übernimmt das Land NRW knapp 10 Millionen Euro. „Wir freuen uns, dass der Bahnhof Hagen sich in einigen Jahren als Visitenkarte für die Stadt präsentieren kann und die Kunden zum Umstieg auf die Bahn motiviert. Neben den Bahnhöfen Essen, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg und Münster ist dies nun ein weiterer großer Bahnhof in NRW, in den wir einen hohen Millionenbetrag investieren“, so der Leiter des Regionalbereiches West von DB Station & Service, Martin Sigmund. Hagen ist mit täglich rund 25.000 Besuchern und fast 400 Zugabfahrten pro Tag einer der größten Bahnhöfe in NRW. Auch Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat die Planungen der Bahn zu dieser umfangreichen Modernisierung verständlicherweise mit großer Freude und Erleichterung aufgenommen. Schulz: „Der beklagenswerte Zustand unseres traditionsreichen Hagener Hauptbahnhofes war leider zu Recht über viele Jahre Gegenstand von Beschwerden und hat zu vielen Diskussionen innerhalb unserer Bürgerschaft geführt. Umso positiver fällt nun die Reaktion auf die Ankündigung der Bahn aus, hier wirklich namhaft und nachhaltig zu investieren. Ich bin mir ganz sicher, dass der Bahnhof in Zukunft ein wunderbares Entree für viele Besucher unserer Stadt abgeben wird. Ein solcher erster, prägender Eindruck von Hagen als liebenswerter und gastfreundlicher Stadt steht uns sicher gut zu Gesicht!“ Die Finanzierungsvereinbarung soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden und dann unmittelbar mit der Entwurfsplanung begonnen werden. Da die DB gerade erst die Finanzierungszusage des Landes NRW bekommen hat und die Planungen jetzt erst beginnen können, sind derzeit keine Aussagen zum Baubeginn und zur möglichen Fertigstellungen möglich. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass spürbare Eingriffe in den Bahnbetrieb erforderlich sind, die einen mehrjährigen Planungsvorlauf benötigen.

Im wahrsten Sinne des Wortes zeigte sich diese Woche die Kirche in einem anderen Licht: An der St. Michael-Kirche in Wehringhausen gab es eine großartige Lichtershow. Sie war der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto „Kirche in einem anderen Licht“. Mit diesem Projekt sollen in einer Vielzahl von besonderen Gottesdiensten, aber auch Konzerten und Ausstellungen in erster Linie junge Menschen begeistert werden. Bis Ostern wird es die Lichtershow geben.