Friedhelm Tenne erneut geehrt

Friedhelm Tenne (r.), der „große alte Mann des Hagener Sports“, erhielt jetzt aus der Hand von Oberbürgermeister Jörg Dehm (l.) das Bundesverdienstkreuz am Bande. (Foto: Ricarda Becker)

Hagen. (Red.) Es ist in den letzten Jahren etwas ruhig geworden um Friedhelm Tenne – dabei war der  große alte Mann des Hagener Sports“ lange Zeit einer der bekanntesten und engagiertesten Volmestädter. Jetzt erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. In einer Feierstunde im Rathaus wurde es ihm von Oberbürgermeister Jörg Dehm verliehen. Der Witwer und Vater von drei inzwischen erwachsenen Kindern hat durch sein jahrzehntelanges Wirken im sportlichen und politischen Bereich große Verdienste um Hagen erworben.

Friedhelm Tenne trat 1949 in den Turn- und Sportverein (TSV) Hagen 1860 e.V. ein, dem ältesten Sportverein Hagens. Nach aktiver Betätigung als Fußballer wirkte er zielstrebig am Aufbau der Fußball-Abteilung als Begleiter, Schiedsrichter, Obmann und deren stellvertretender Vorsitzender mit. Er gehört seit 1969 dem Vorstand an und bekleidete von 1970 bis 1975 nacheinander die Funktion des Jugendwartes, Schrift- und Geschäftsführers. Er arbeitete maßgeblich an der Realisierung der vereinseigenen Sportanlage mit. Von 1976 bis 1985 beziehungsweise von 1986 bis 1993 hatte er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden (Sport) beziehungsweise Vorsitzenden inne. 2004 initiierte er die Gründung des Fördervereins. Seit 2005 übt er die Position des Ehrenvorsitzenden aus.

Noch heute engagiert

Friedhelm Tenne gehörte von 1992 bis 1994 dem Vorstand des Stadtsportbundes Hagen e.V. (SSB), der Gemeinschaft der Hagener Sportvereine, an und hatte zugleich das Amt des Geschäftsführers inne. Noch heute engagiert er sich im SSB. 1979 erhielt er sowohl die Sportplakette der Stadt – die höchste Auszeichnung, die diese für herausragende Vereinspersönlichkeiten vergibt – als auch die silberne Ehrennadel des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes e.V. (WFLV). Für sein Engagement bei der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften in der rhythmischen Sportgymnastik zeichnete ihn der Deutsche Turner-Bund (DTB) 1974 mit seiner Ehrennadel aus.

Auch in der Politik aktiv…

Seit 1962 Mitglied der SPD, war Friedhelm Tenne beim Ortsverein Remberg-Fleyerviertel Hagen in verschiedenen Ämtern aktiv, so von 1982 bis 1993 als stellvertretender Vorsitzender. Seit 2005 gehörte er dem Unterbezirksvorstand an. Seit 2001 war er als sachkundiger Bürger Mitglied des Sport- und Freizeitausschusses der Stadt und dort – ohne dem Rat anzugehören – seit 2004 Sprecher der SPD-Fraktion. Er hat sich den Ruf eines verlässlichen Ratgebers und Fürsprechers für das Hagener Sportgeschehen erworben. Seine Meinung hat aufgrund seiner Fachkenntnis durch seine verschiedenen Funktionen im sportlichen Bereich nach wie vor Gewicht.

…und in der Gewerkschaft

1957 trat Friedhelm Tenne in die heutige Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein und engagierte sich in deren Jugendarbeit. So gelang es ihm durch vielfältige Freizeitangebote, wie Tischtennisturniere, Jugendliche für die Gewerkschaftsarbeit zu begeistern. Dabei ging es ihm stets darum, gewerkschaftliche und politische Themen mit sinnvoller Freizeitgestaltung zu koppeln. Friedhelm Tenne organisierte darüber hinaus Diskussionsabende, Unterhaltungsveranstaltungen und Begegnungen mit ausländischen Gewerkschaften. Er initiierte die Gründung der Kabarettgruppe  Die Querpfeifer“, die überregional bekannt wurde, und vertrat seit 1962 die Gewerkschaftsjugend im Kreisvorstand, dem er von 1973 bis 1981 stellvertretend vorsaß.

Von 1981 bis zu der wegen seines Berufswechsels bedingten Aufgabe 1987 stand er der Gewerkschaft Hagens vor. Durch seine ausgleichende Art gelang es ihm immer wieder, Konflikte innerhalb der Organisation, beispielsweise Jung gegen Alt, Arbeiter gegen Beamte ins Gleichgewicht zu bringen und für beide Seiten vertretbare Kompromisse zu erzielen. Friedhelm Tenne nahm an Gewerkschaftstagen sowie Bezirksjugend-, Bezirks- und Bundeskonferenzen teil.

HVG-Chef

Bis zum krankheitsbedingten Renteneintritt 1991 war Friedhelm Tenne beruflich als Geschäftsführer der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH als auch als Vorstandsmitglied der Stadtwerke Hagen AG beziehungsweise der Hagener Straßenbahn AG tätig. Zuvor hatte er seit 1953, zuletzt als Oberverwaltungsrat, bei der Stadt Hagen gearbeitet, lange Zeit als rechte Hand des ehemaligeen Oberbürgermeisters Rudolf Loskand.