Frischwasser, Geldforderung und Handygefahren

Hagen. (ME) Mit Beginn der NRW-Sommerferien sind in der veranstaltungsfreien Zeit weitere Sanierungsarbeiten in der Stadthalle angelaufen. „Wir begrüßen es sehr, dass die Sanierung unseres Frischwassernetzes in die Zielgerade einbiegt“, freut sich Stadthallen-Geschäftsführer Jörn Raith über die mit Hochdruck laufenden Sanierungsarbeiten der GWH.

Mit den vorbereitenden Maßnahmen, welche den laufenden Betrieb der Stadthalle Hagen nicht beeinträchtigt haben, hat die GWH bereits im April begonnen. Im Gebäude selbst laufen seit vier Wochen die Arbeiten zur Neuverlegung der Rohrleitungen. Erste Ausbauwege sind bereits fertiggestellt.

„Nach Schaffung der Gründungsflächen wurde zum Schutz des Wasserreservoirs und des Technikgebäudes ein Geröllfangzaun errichtet“, erklärt Frank Hilgert von der GWH die begleitenden Brandschutzvorkehrungen unmittelbar neben der Stadthalle. „Die Gründungsarbeiten für den Aufstellort des Wasserreservoirs für die Bevorratung von 160 cbm Wasser zur Einspeisung in die Sprinkleranlage wurden abgeschlossen. Aktuell wird das dazugehörige Technikgebäude errichtet, welches die benötigten technischen Einrichtungen, wie z.B. die Druckerhöhungsanlage und die Notstromversorgung für die Pumpenanlagen, beherbergen wird.“

Flüchtlinge: Kritik an NRW-Regierung

Cemile Giousouf, die Hagen im Deutschen Bundestag vertritt und Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion ist, übt scharfe Kritik an der Landesregierung für den zu geringen Ausgleich der Kosten für Flüchtlinge in NRW.

Das Land hat im letzten Jahr Hagen und Breckerfeld weniger als ein Drittel der Kosten erstattet, die die Kommunen für Flüchtlinge aufgebracht haben. Hagen wandte in 2014 mehr als 3,9 Mio. Euro auf, bekam vom Land aber nur 1,126 Mio. Euro zurück. Und Breckerfeld wandte 308.000 Euro auf und bekam knapp 71.000 Euro zurück, so Cemile Giousouf. „Das ist beschämend, wenn man bedenkt, dass andere Bundesländer wie Bayern und das Saarland alle Kosten tragen oder wie die meisten anderen Länder zumindest Pauschalen zahlen, die annähernd die tatsächlichen Kosten decken. Wenn die Kommunen in NRW bei dieser wichtigen Aufgabe vom Land dermaßen im Stich gelassen werden, verschlechtert sich die finanzielle Schieflage der meisten Kommunen in meinem Wahlkreis weiter. Das Land muss endlich seiner Verantwortung nachkommen.“

Gefährliche Handy-Nutzung

Die Annahme, dass Verkehrsteilnehmer zunehmend durch die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer abgelenkt werden, bestätigt sich in Hagen immer wieder, so höchstwahrscheinlich auch bei einem schweren Verkehrsunfall, der sich am Donnerstag auf der B54 im Volmetal zugetragen hat und bei dem es gleich mehrere Schwerverletzte gab.

Der 68-jährige Fahrer eines Klein-LKW (Mercedes, offener Kastenwagen) befuhr die Dahler Straße. Zirka 200 Meter vor der Einmündung „Finking“ geriet er in den Gegenverkehr. Hierbei stieß er frontal mit dem Dacia eines 65-Jährigen zusammen. Im weiteren Verlauf kam es im Gegenverkehr zum Zusammenstoß mit einem Opel (zwei Erwachsene, ein Kind) und dem BMW eines 55-Jährigen (Beifahrerin: 57 Jahre alt). Unabhängige Zeugen berichteten, dass der LKW-Fahrer kurz vor der Kollision ein Mobiltelefon in der Hand gehalten haben soll. Der genaue Unfallhergang ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Handy-Kontrollen

Beamte des Polizeipräsidiums Hagen führten in den frühen Nachmittagsstunden des vergangenen Mittwochs in der Schwerter Straße eine Schwerpunktkontrolle durch. Dabei konnten insgesamt acht Fahrzeugführer festgestellt werden, die während der Fahrt ihr Smartphone nutzten. Auf sie alle kommt nun ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg zu.

Wer bei Tempo 50 den Blick für zwei Sekunden von der Straße abwendet, um z.B. auf sein Mobiltelefon zu schauen, fährt knapp 30 Meter im Blindflug. Hierbei zeigen Fahrzeugführer ein ähnlich gefahrenträchtiges Fahrverhalten wie ein alkoholisierter Fahrzeugführer. Deswegen wird die Hagener Polizei auch weiterhin gleichgelagerte Kontrollen durchführen und Verkehrsteilnehmer über die Gefährlichkeit ihres Handelns aufklären.