Futterautomat zerstört

Der Wildfutterautomat ist zerstört. Zunächst haben ehrenamtliche Helfer an den Wildgehegen im Wehringhauser Bachtal das Wildfutter verkauft. Das Foto zeigt Ruven Fielmar (M.), Marianne und Franz Scheppan. Ab sofort gibt’s das Wildfutter auch im Einzelhandel in Wehringhausen. (Foto: privat)
Der Wildfutterautomat ist zerstört. Zunächst haben ehrenamtliche Helfer an den Wildgehegen im Wehringhauser Bachtal das Wildfutter verkauft. Das Foto zeigt Ruven Fielmar (M.), Marianne und Franz Scheppan. Ab sofort gibt’s das Wildfutter auch im Einzelhandel in Wehringhausen. (Foto: privat)

Wehringhausen. (as) Die Täter kamen in der Nacht. Vor einer Woche, also kurz vor Heiligabend, rissen sie den Wildfutterautomaten an den Wildgehegen im Wehringhauser Bachtal aus der Verankerung. „Eine völlig sinnlose Tat“, klagt Franz Scheppan vom Förderverein zur Erhaltung der Wildgehege im Wehringhauser Bachtal. Er spricht von „reiner Zerstörungswut“. Denn: Geld haben die Täter kaum erbeutet. „Höchstens fünf, sechs Euro“, meint Franz Scheppan.

Doch mit der mutwilligen Zerstörung haben die Täter den ehrenamtlich Aktiven des Vereins die Weihnachtstage auf den Kopf gestellt. Anstatt daheim im Kreise der Lieben zu feiern, haben sich viele von ihnen spontan bereit erklärt, auf alle Weihnachtspläne zu verzichten und stattdessen im Wehringhauser Bachtal, am Dam- und Muffelwildgehege an der Deerthstraße, anstelle des Automaten Wildfutterschachteln an Spaziergänger zu verkaufen.

Auch am Neujahrstag wollten die Ehrenamtlichen ursprünglich wieder im Einsatz ein. Doch dann kam es anders. „Gabriele Haasler vom Reformhaus Haasler hat mich kontaktiert und den Verkauf von Wildfutterschachteln für den Förderverein angeboten“, sagt Jürgen Gieseler, Geschäftsführer des Fördervereins der Wildgehege im Wehringhauser Bachtal. „Diese herzliche Angebot nehmen wir sehr gerne an.“ Nun gibt es also die Wildfutterschachteln im Reformhaus an der Lange Straße. Und wahrscheinlich nicht nur dort. Bei Redaktionsschluss befand sich Jürgen Gieseler noch in Gesprächen mit anderen Einzelhändlern in Wehringhausen.

So kann der Neujahrsspaziergang bei den Wildgehegen wieder zu einem kleinen Abenteuer für die Familien werden. Wer sich zuvor im heimischen Einzelhandel mit Wildfutter eingedeckt hat, kann bei den Waldspaziergängen Damhirsche und Mufflons füttern. Die Helfer des Fördervereins hingegen nehmen sich am 1. Januar einen „ehrenamtsfreien Tag“.

Mit der Zerstörung des Wildfutterautomaten haben die nächtlichen Diebe einen beträchtlichen Schaden angerichtet. 4.500 Euro ist der Apparat wert. Ob er zu reparieren ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.