Ganz in Weiß

Neuerdings ganz in Weiß: In der ehemaligen Feuerwache an der Enneper Straße konnte mittlerweile - dank der Dieter-Klöckner-Stiftung - die Grundlage für ein „Haus der Hasper Geschichte und Vereine“ gelegt werden.(Foto: Sandra Schievelbusch)

Haspe. (ME) Die Gerüste sind verschwunden. Jetzt glänzt sie in den oberen Stockwerken wieder fast so strahlend-weiß wie in der Erbauungszeit – die frühere Hasper Feuerwache, heute Domizil zahlreicher Vereine und der Dieter-Klöckner-Stiftung.

Jahrzehntelang befand sich die Hasper Feuerwache nahe der Stennert (postalisch: Enneper Straße 4). Nachdem es hier bereits vor dem Ersten Weltkrieg den seinerzeit typischen Steigerturm gab, wurde um 1929/30 nach Plänen des einstigen Stadtarchitekten Günther Oberste-Berghaus eine moderne Wache errichtet, die in jener Epoche auch architektonisch ein Schmuckstück war.

Doch das 80 Jahre alte Bauwerk erfüllte letztlich nicht mehr die Grundvoraussetzungen einer heutigen Berufsfeuerwehr-Einrichtung. So waren die Garagen viel zu klein, und auch die Mannschaftsräume ließen zu wünschen übrig. Die Stadt Hagen kam deshalb – wie der wk mehrfach berichtete – nicht umhin, einen Neubau an zentraler Stelle zu errichten, platziert im Eckbereich Kurt-Schumacher-Ring/ Preußer-/ Tückingstraße (in Sichtweite des Kulturzentrums Hasper Hammer).

Bau-Denkmal

Und das alte Bauwerk an der Enneper Straße? Immerhin wurde es von Architekturexperten als bedeutendes Bau-Denkmal eingestuft! Bereits vor zwei Jahren tat sich eine überraschende Perspektive auf. Der heimische Unternehmer Dieter Klöckner ermöglichte dem Hasper Heimat- und Brauchtum-Verein (HHBV) mittels einer großzügigen Stiftungsgründung die Übernahme der früheren Wache – um hierin ein „Haus der Hasper Geschichte und Vereine“ zu realisieren.

Im Innern ist schon allerlei geschehen, jetzt hat man auch die Verschönerung der Fassade in Angriff genommen, an deren Seite seit einigen Tagen der Schriftzug Dieter-Klöckner-Stiftung“ auf die neue Nutzung aufmerksam macht. Die oberen Stockwerke erstrahlen bereits, das Erdgeschoss kommt in Kürze ebenfalls an die Reihe, natürlich in enger Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde.

Stiftung seit 2008

Mit der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde am 11. Juni 2008 hat der Hasper Unternehmer Klöckner die nach ihm benannte Stiftung errichtet, anerkannt am 22. August 2008 durch den Arnsberger Regierungspräsidenten. Abgesehen vom Erwerb des Hauses Enneper Straße 4 wurde die Stiftung bereits mehrfach aktiv – etwa durch den Ankauf der Heinz-Brand- und der Erich-Eckhoff-Sammlung. Während sich die Sammlung von Brand insbesondere auf die Hasper Kirmes bezieht, ist die Eckhoff-Sammlung auf ganz Haspe ausgerichtet.

Klaus Eicken, Pressesprecher des HHBV, erläutert: Die Dieter-Klöckner-Stiftung (DKS) ist eine rechtsfähige und gemeinnützige anerkannte Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hagen. Zweck der Stiftung ist die Förderung und Erforschung des Hasper Heimat- und Brauchtums. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Sammlung, wissenschaftliche Aufbereitung und Ausstellung unterschiedlicher Exponate aus der kulturellen, gewerblichen und industriellen Geschichte der früheren Stadt Haspe verwirklicht. Die Unterhaltung und Pflege des Hauses ist als Zweck der Stiftung satzungsmäßig verankert und gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Satzungsorgane. Ziel der Stiftung ist es, allen Hasper Geschichtsvereinen und Einzelpersonen einen zentralen Ort für ihre umfangreichen Sammlungen und für entsprechende Ausstellungen zu bieten. Darüber hinaus stehen die Räumlichkeiten des Hauses den Mitgliedsvereinen des HHBV für ihre Aktivitäten zur Verfügung.“

Mit Thieser

Dem Stiftungsvorstand gehören an: Dietmar Thieser (Bezirksbürgermeister und Präsident des HHBV), Udo Röhrig (Vizepräsident des HHBV), Lothar Weber (Vizepräsident des HHBV) und Klaus-Peter Manka (Schatzmeister des HHBV); Geschäftsführer ist Dietmar Thieser.

Bereits sieben Vereine haben Räume angemietet. Es sind dies die Ex-Ennepeströter, der Taucherclub, die Twitting-Blagen, die Ex-Paginnen, TGS Friesen Haspe, der SPD-Ortsverein Westerbauer, die Leather Brothers. Außerdem sind Räume an Erich Eckhoff und Gerd Jäger vermietet, der auch als Hausmeister fungiert. In der 1. Etage befinden sich die Geschäftsräume des HHBV.

Solide Basis

Mit seinen beiden Stützpunkten – also mit dem Haus der Hasper Geschichte und Vereine sowie mit der unweit gelegenen Alois-Hennes-Halle (im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Harkorten) – hat der HHBV eine solide Basis für die Weiterentwicklung des Brauchtums und für die Fortführung der Kirmes geschaffen“, freut sich Präsident Dietmar Thieser.