Gebäudesanierung: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Viele Kooperationspartner stehen den Verbrauchern zu dem wichtigen Thema Energie rund um die Immobilie bei den 3. Hagener Energiespartagen beratend zur Verfügung, so (v.l.) Klaus Völk (Haus & Grund Hagen e.V.), Walter Hunsmann (Maler-Innung Hagen), Klaus Markus Eichentopf (Obermeister der Innung Heizung/Sanitär), Thorsten Wahl (stellv. Kreisgruppenvorsitzender der Schornsteinfegreinnung), Hans Joachim Wittkowski vom Umweltamt der Stadt Hagen, Axel Zacharias (Leiter des Immobilienzentrums der Sparkasse Hagen), WSGH-Geschäftsführer Torsten Heumann, Dirk Depping von der Mark-E, Frank Walter (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Hagen), Kreishandwerksmeister Joachim Beinhold sowie Richard Matzke vom Gesundheitsamt der Stadt Hagen. (Foto: Schievelbusch)

Hagen. Cirka 28.000 Wohngebäude befinden sich auf dem Hagener Stadtgebiet. Dreiviertel dieser Gebäude weisen einen mittleren bis erheblichen Renovierungsbedarf auf. Dies sind Zahlen, die sich in zahlreichen Ballungsgebieten wiederholen. Sie machen jedoch auch deutlich, dass es an den bestehenden Immobilien viel zu tun gibt. Cirka drei Prozent eines Immobilienwertes, so die Aussage von Fachleuten, müssen jährlich in die Instandhaltung von Gebäuden investiert werden. Geschieht dies nicht, stehen die Eigentümer später vor einem größeren Investitionsstau.

Sanierung notwendig

Im Bereich vermieteter Immobilien geraten Hauseigentümer zunehmend in einen Wettbewerb mit den übrigen Immobilienbesitzern. Aufgrund hoher Wohnungsleerstände sind sie gut beraten, durch eine Modernisierung ihres Gebäudes die Wohnungen konkurrenzfähig zu halten.

Bedingt durch die Anforderungen des Gesetzgebers und die stetig steigenden Energiekosten sehen sich die Immobilienbesitzer immer häufiger gezwungen, energetische Sanierungen vorzunehmen.

Thementische werden sie mit ihren Kollegen an den Energiespartagen besetzen: Walter Hunsmann, Obermeister der Hagener Malerinnung, Thorsten Wahl von der Schornsteinfegerinnung, Dirk Depping von der Mark-E, Kreishandwerksmeister Joachim Beinhold und Architekt Torsten Heumann (WSGH). (Foto: Schievelbusch)

Durch die Entwicklung neuer Produkte im haustechnischen Bereich und auf dem Gebiet der Wärmedämmung bestehen bei der modernen Gebäudesanierung zahlreiche Möglichkeiten, die Kosten und Nutzen in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten.

Aussteller-Tipps

Die Veranstalter und Aussteller der 3. Hagener Energiespartage am 24. und 25. Februar 2012 im Sparkassenkarree geben durch ihr Informations- und Fachangebot den Verbrauchern zu all diesen Themen Hilfestellungen, Tipps und Anregungen. Aufgrund der umfangreichen Fördermöglichkeiten durch Bund, Land, Energieversorger und Kommunen werden Anreize für kostengünstige Sanierungsmaßnahmen geschaffen. Das umfangreiche Vortragsprogramm auf der Messe widmet sich unter anderem auch diesem Thema.

Auch die zu erwartenden Schäden bei einer unsachgemäßen Durchführung von Sanierungsarbeiten werden thematisiert. An beiden Veranstaltungstagen wird dieses Thema durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Bausachverständigen behandelt. Einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz an Gebäuden leistet der lokale Energieversorger. Die Mark-E steht mit Fachvorträgen und zahlreichen innovativen Produkten und Informationen zur Verfügung. Im vermieteten Wohnungsbau sind bei geplanten Sanierungsmaßnahmen immer die Interessen der Vermieter und Mieter zu berücksichtigen. Hierzu gibt der Verein Haus & Grund Hagen und Umgebung zusammen mit einem Hagener Rechtsanwalt Auskunft.

Sparen, wenn es um Energie geht: Die 3. Hagener Energiespartage bieten einige Informationen rund um dieses Thema. (Foto: wk-Archiv)

Neutrale Fachleute

Die neutrale Gebäudeberatung vom Keller bis zum Dach wird durch das Netzwerk „Gebäudeberatung“ der Sparkasse Hagen sichergestellt. An einem Stand beraten hierzu neben der Wirtschafts- und Servicegesellschaft des Handwerks mbH auch Ingenieure und Architekten aus dem Hagener Raum. Das Netzwerk wurde aufgrund der Initiative des Immobilienzentrums der Sparkasse Hagen vor cirka vier Jahren gegründet. Seitdem stehen die Fachleute den Verbrauchern vor Ort und auch an jedem 2. Donnerstag von 16 bis 18 Uhr im Foyer der Sparkasse Hagen zur Verfügung.

Neben der umfangeichen neutralen Beratung bieten die Energiespartage auch die Gelegenheit, die Handwerksleistungen zu sehen, anzufassen oder auch zu Fachbetrieben Kontakte zu knüpfen. Dafür sind zahlreiche Innungen des Bau- und Ausbauhandwerks der Kreishandwerkerschaft Hagen an Themenständen vertreten. Ebenso präsentieren sich die Zimmerer, Bauunternehmer, Dachdecker, Tischler, Maler und Stuckateure. Die moderne Haustechnik wird von den Heizungsbauern, Elektrotechnikern und Schornsteinfegern vorgestellt.

Umweltfragen

Der Arbeitskreis „Gesunde Stadtentwicklung“ rundet das Angebot mit Fachleuten der Verwaltung zu Umwelt- und Gesundheitsfragen ab. Mit an diesem Informationsstand werden ebenfalls die Fachbereiche Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung sowie Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte vertreten sein, wie auch die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW.

Begleitet wird die Messe am Freitag, 24. Februar 2012, 16 bis 18 Uhr, durch eine Fortbildung für Architekten und Stadtplaner zum Thema Photovoltaik an Gebäuden. Information und Anmeldung über hans-joachim.wittkowski@stadt-hagen.de.

Der Erfolg und die gute Resonanz der ersten zwei Hagener Energiespartage zeigen, wie groß das Interesse und wie gut das Veranstaltungsangebot ist; dies ist eine Messe ohne Eintritt, die sich kein Verbraucher entgehen lassen sollte!