Gebrüder Grimm als Geld

wk. (san) Nach Till Eulenspiegel und dem Alten Fritz gibt es nun beim wochenkurier wegen der großen Beliebtheit die nächsten „10 Euro am Stück“:

“200 Jahre Grimms Märchen“. Zu schade zum Verprassen – und doch ein gültiges Zahlungsmittel. Start der offiziellen Ausgabe der Gedenkmünze war gerade am Donnerstag, 14. Juni 2012.

Im Jahr 1812 erschien Band 1 der berühmten “Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm, der mittlerweile in 170 Sprachen übersetzt wurde. Die Sprachwissenschaftler Jacob und Wilhelm Grimm aus dem hessischen Hanau gelten als Begründer der „Deutsch-Wissenschaft“, ihr 1854 begonnenes “Deutsches Wörterbuch“ dokumentiert ihre umfangreiche Forschertätigkeit.

Die aktuelle 10-Euro-Münze zeigt das Doppelportrait von Jacob und Wilhelm Grimm. Die Prägung erfolgte nach einer Radierung, die ihr Bruder Ludwig Emil Grimm während eines Besuchs 1843 von ihnen anfertigte. Umgesetzt wurde es von dem Berliner Kunstprofessor und Künstler Christian Höpfner. Die Rückseite des 16 Gramm schweren und 32,5 Millimeter Durchmesser großen Geldstücks ziert ein schlichter Bundesadler, und die Randschrift lautet hier „Und wenn sie nicht gestorben sind…“.

Seit 1953 werden in Deutschland Gedenkmünzen herausgegeben, die auf ein besonderes Ereignis hinweisen. Hergestellt werden sie von den jeweiligen Prägeanstalten der Länder, der Bund ist als Inhaber des Münzrechts der Auftraggeber. Seit der Währungsumstellung von D-Mark zu Euro am 1. Januar 2002 werden alle vorherigen Ausgaben unbefristet durch die Deutsche Bundesbank in Euro umgetauscht. Nach diesem Datum wurden Gedenkmünzen zu 2, 10, 100 und 200 Euro ausgegeben. Am 23. Juni 2010 erschien die erste 20-Euro-Gedenkmünze.

Euro-Gedenkmünzen sind nicht im gesamten Währungsgebiet gültig, sondern nur im Land der Ausgabe. Eine Ausnahme machen dabei die 2-Euro-Gedenkmünzen; sie sind Zahlungsmittel in allen Ländern der Eurozone!

Die Sonderprägung “200 Jahre Grimms Märchen“ gibt es für Schnelle ab Montag, 25. Juni 2012,  in unseren wochenkurier-Geschäftsstellen in Iserlohn, Gevelsberg, Hagen und Schwerte. Natürlich wieder als Eins-zu-eins-Tausch, denn die 10-Euro-Münze ist ja reguläres Zahlungsmittel.