Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Hagen. 700.000 Menschen in Europa sind davon betroffen: sie haben ein Bauchaortenaneurysma. Hierbei handelt es sich um eine Aussackung der Hauptschlagader. In der Ader wird mit Hochdruck das Blut vom Herzen in die Arme und Beine gepumpt. Wenn die Wand der Ader in ihrem Aufbau gestört ist, eine der drei Schichten dem Druck nicht mehr standhält, kommt es – wie bei einem alten Gartenschlauch – zu einer Aussackung, die ab einer gewissen Größe platzen kann. Man merkt nichts, man sieht nichts und weiß nicht, dass man eine kleine Zeitbombe im Bauch hat.

Wenn die Ader platzt, ist die Chance, dies zu überleben von vielen Faktoren abhängig und die Überlebenschance zwischen 30 und 70 Prozent. Bei einer geplanten OP sterben nur“ 2-7 Prozent. Zur Risikogruppe gehören 6 bis 8 Prozent der Männer über 60 Jahre und 0,5 bis1 Prozent der Frauen.

Durch eine schmerzfreie und preiswerte Untersuchung lässt sich eine Veränderung der Bauchschlagader erkennen und bis zur notwendigen OP verfolgen. Man kann eine offene Operation durchführen und den kranken Abschnitt der Aorta mit einem Schlauch ersetzen, der an das obere und untere Ende der Ader genäht wird oder mit einem Stent die kranke Stelle von innen überbrücken. Hierzu braucht man nur kleine Schnitte kurz oberhalb der Leiste.

Am Bauchaorta-Screening-Tag möchte das Team des St. Josefs-Hospitals die wk-Leser informieren und bietet zusätzlich eine kostenlose Sonographie der Bauchschlagader an. Hierzu stehen Dr. Christiane Trube-Kallen, Leiterin der Abteilung für Gefäßchirurgie im St.-Josefs Hospital, und ihr Team sowie Dr. Rüdiger Meyer, Leiter der Angiologie aus dem St.-Johannes-Hospital, zur Verfügung.

Umfangreiches Informationsmaterial, Vorträge und Gespräche mit Experten gibt es am Samstag, 27. April 2013, von 10 bis 14 in der Dreieckstraße 6 in Altenhagen (gegenüber St.-Josefs-Hospital).