Gegen Bayreuth soll der erste Heimsieg her

Hagen. (Red.) Nach dem 87:85-Erfolg bei den Riesen Ludwigsburg am Sonntag steht bereits am kommenden Freitag, 28. November 2014, um 20 Uhr das nächste Heimspiel für Phoenix Hagen an. Die Partie gegen Medi Bayreuth war ursprünglich für den 29. November angesetzt, wurde aber im Rahmen des Telekom-TV-Vertrages um einen Tag vorverlegt.

Immer erfolgreich gegen Oberfranken

Mit Bayreuth kommt ein gern gesehener Gast zum Ischeland in die Enervie-Arena. Noch nie hat der Verein in der Basketball-Bundesliga ( Beko BBL“) in Hagen gewonnen. Seit dem Bayreuther Aufstieg 2010 konnte Phoenix Hagen alle vier Heimspiele gegen den Klub aus Oberfranken für sich entscheiden. Zumindest statistisch stehen die Chancen damit nicht schlecht, dass Phoenix nach bereits drei Auswärtssiegen in dieser Saison nun auch zu Hause den ersten Triumph einfährt.

In der vergangenen Saison musste Bayreuth lange um den Klassenerhalt bangen und schloss die Spielzeit am Ende als 14. ab. Aktuell hat Bayreuth einen Sieg mehr vorzuweisen als Phoenix Hagen und ist damit in der Tabelle in Reichweite, aber ein Stückchen besser platziert. Und das, obwohl vor der Saison Leistungsträger wie Topscorer Kyle Weems, Ex-Nationalspieler Nico Simon, Center-Riese Brian Qvale und Aufbauspieler Kevin Hamilton abwanderten.

Dünn besetzt, aber clever verstärkt

Tatsächlich ist der Kader von Medi Bayreuth in dieser Saison deutlich dünner besetzt als noch im Vorjahr. Nur zehn Spieler kamen bislang zum Einsatz, davon nur neun regelmäßig. Zum Vergleich: Im ebenfalls eher dünnen Kader von Phoenix Hagen wurden bisher zwölf Spieler eingesetzt. Doch trotz der dünnen Personaldecke fällt auf, dass sich Bayreuth clever verstärkt hat. Vier der fünf wichtigsten Spieler sind Neuzugänge.

Da wäre zum einen Shooting-Guard Trevon Hughes. Im letzten Jahr bester Spieler bei der TBB Trier, avancierte er auch bei Bayreuth mit durchschnittlich 15,7 Punkten, 4,8 Rebounds und 5,0 Assists schnell zum absoluten Leistungsträger. Power Forward Brandon Bowman, vom Absteiger Rasta Vechta gekommen, konnte bislang mit 13,1 Punkten und 5,3 Rebounds ebenfalls überzeugen. Center Javon McCrea, der in seinem letzten Jahr in der NCAA mit dem College-Team der State University of New York Buffalo starke 9,9 Rebounds durchschnittlich holte, ist mit 5,6 Rebounds Bayreuths Bester unter den Körben.

Hinzu kommt Shooting Guard David Brembly von Trefl Sopot aus Polen. Ergänzt wird dieses Neuzugangs-Quartett durch Shooting-Guard Bryan Bailey, der bereits in der letzten Saison im Bayreuther Kader stand, aber aufgrund einer Schulterverletzung nur vier Spiele absolvieren konnte. Er kämpfte sich in dieser Saison zurück.

Heimstark, aber auswärts schwach

Bislang fuhr Medi Bayreuth seine Punkte eher gegen die Vereine aus der unteren Tabellenhälfte ein. Drei der vier geschlagenen Teams sind aktuell schlechter platziert als Bayreuth. Eine kleine Überraschung war der deutliche 89:69-Sieg gegen Ludwigsburg. Den großen Klubs aus Berlin, Oldenburg, Bonn und Quakenbrück unterlag Bayreuth dagegen allesamt. Hinzu kamen Patzer gegen Braunschweig und Trier.

Bemerkenswert: Alle vier Siege errangen die Oberfranken zu Hause. Auswärts waren sie bislang chancenlos und müssen nun die Reise nach Hagen antreten, wo sie in der Bundesliga noch nie gewinnen konnten.