EN-Kreis. Die ersten Fahrten der Ruhrtalbahn in der Saison lockten Anfang April trotz Kälte und Regen viele Besucher zum Wittener Hauptbahnhof. Begrüßen konnte Geschäftsführer Stefan Tigges dabei auch Landrat Olaf Schade und Jens Grünebaum von den Eisenbahnfreunden Witten.

Beide nutzten die Angebote der Eisenbahnfreunde Witten sowie die Premiere der Linie V/Viaduktlinie mit den Fahrten zwischen Witten und Wuppertal, um Eisenbahngeschichte live zu erleben.

Für Tigges und sein Team steht diese Saison unter neuen Vorzeichen. Nach dem Ende der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnmuseum Bochum wurde das Angebot überarbeitet. Der Fahrplan sieht bis Oktober den Betrieb auf vier Linien sowie elf Sonderfahrten vor.

„Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Wetter und Witten – in sieben der neun kreisangehörigen Städte macht die Bahnromantik zukünftig regelmäßig Station. Damit wird die Ruhrtalbahn mehr denn je eine Marketinglokomotive für den gesamten Kreis“, freute sich Schade. Es ergebe Sinn, dass der Kreis finanziell helfe, diese Angebote auf die Schiene zu setzen und jährlich Zehntausenden eine Zeitreise mit hohem Freizeit- und Erlebniswert zu ermöglichen.

Weitere Partner der Ruhrtalbahn sind die Hammer Eisenbahnfreunde und die Eisenbahnfreunde Witten.

Der Saison-Startschuss auf der Linie V brachte viel Neues: Erstmals wurden die Bahnhöfe von Witten, Schwelm und Wuppertal angesteuert, erstmals führte die Strecke über das Wittener Eisenbahnviadukt und erstmals war die Diesellok V 200 aus den 1960er Jahren im Ennepe-Ruhr-Kreis im Linienverkehr im Einsatz.

„Die vielen als ´Wirtschaftswunderzug´ bekannte Zusammenstellung aus Lok und Waggons stammt von unserem Kooperationspartnern aus Hamm“, erläutert Tigges. Weitere Fahrtage auf dieser Linie sind für die Sonntage 3. Juni, 5. August und 7. Oktober geplant.

Deutlich häufiger, nämlich Woche für Woche, wird der fast 60 Jahre alte rote Schienenbus der Ruhrtalbahn von Mai bis Oktober im Ruhrtal unterwegs sein. Auf der Linie H pendelt der Zug auf gut 30 Kilometern zwischen Hagen-Hauptbahnhof und Hattingen. Gefahren wird an jedem ersten und dritten Freitag sowie an jedem zweiten und vierten Samstag.

Das Comeback des Teckels auf der Linie T ist für Sonntag, 6. Mai geplant. Weitere Zustiegsmöglichkeiten gibt es an den Sonntagen 1. Juli und 2. September. Als Besonderheiten beim Pendeln zwischen Herdecke und der Ennepetaler Kluterthöhle gelten die Fahrt über das Ruhrviadukt sowie die straßenbahnähnliche Schienenführung durch die Städte Gevelsberg und Ennepetal.

Hin- und Rückfahrt auf allen Gesamtstrecken kosten 20 Euro, Teilstrecken sind möglich. Für Kinder bis einschließlich 14 Jahren gilt wie schon seit Jahren: Bis zu drei von ihnen fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos.

„Wer bei unseren neuen Angeboten den Überblick behalten möchte, nutzt sinnvollerweise unsere Internetseite www.ruhrtalbahn.de oder besorgt sich unsere Freizeitkarte 2018“, rät Tigges.