Gemeiner Betrug

Haspe. Durch einen gemeinen Betrug wurde am Montag, 13. Mai 2013, eine ältere Frau aus Haspe um ihr Erspartes und ihren Schmuck gebracht. Gegen 9 Uhr meldete sich eine Betrügerin telefonisch bei der 87-Jährigen in einer Einrichtung für betreutes Wohnen an der Berliner Straße. Sie gab sich als Enkeltochter der Geschädigten aus, behauptete, sich in einer Notsituation zu befinden und dringend einen vierstelligen Geldbetrag zu benötigen.

Das Opfer ging nun zur Bank und hob etwa die Hälfte der angeblich dringend benötigten Summe ab. Bei dem nächsten Anruf forderte die dreiste Betrügerin die 87-Jährige auf, das Geld zusammen mit ihrem Schmuck in einen Umschlag zu packen und einem Freund zu übergeben, der vor dem Haus darauf warten würde. Die vermeintliche Enkelin wollte dann in den Nachmittagsstunden vorbeikommen.

Die Geschädigte übergab dem angekündigten Mann den Umschlag und erst als der Besuch ihrer Enkelin ausblieb, schöpfte sie Verdacht und rief die Polizei. Schnell stellte sich heraus, dass die echte Enkeltochter nicht angerufen hatte. Gegenüber den Beamten beschrieb sie den Boten als etwa 40 bis 50 Jahre alt, 1,80 Meter groß und schlank. Er hatte schütteres Haar, den Ansatz einer Glatze und sprach akzentfreies Hochdeutsch. Die 87-Jährige war einem Betrügerpärchen aufgesessen…