Genießen mit französischen Freunden

Hohenlimburg. (ME/AG, 05.05.10) Jetzt geht’s in Hohenlimburg in die Zielgerade: Nur noch wenige Wochen bis zum Jubiläumswochenende! Zahlreiche Höhepunkte warten Anfang Juni auf die Lennestädter und ihre Freunde aus Liévin zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit der nordfranzösischen Stadt.

Ende der 1950er Jahre. Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs sind zwar noch nicht vergessen, aber die Zeichen stehen auf Aussöhnung. Bereits 1957 war mit der „Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft“ (EWG) eine Vorläuferin der heutigen EU gegründet worden – mit Frankreich und Deutschland als „Motoren“. Um das neue Miteinander besser vertiefen zu können, kam die Idee auf, Städtepartnerschaften zu begründen. So verband sich beispielsweise Hagen mit Montluçon, und an der Lenne knüpften die Menschen erste zarte Bande zwischen Hohenlimburg und Liévin. 50 Jahre später sind diese Freundschaften längst alltäglich geworden – mit vielen, vielen Besuchen „hüben wie drüben“.

Besichtigung der neuen Museen

Das 50-Jährige wird jetzt natürlich kräftig gefeiert. Empfangen werden die französischen Festgäste am Freitagvormittag, 4. Juni. Für den Nachmittag steht die Besichtigung der „Neuen Mitte Hagen“ und des Museumsquartiers an. Zu den Klängen der Liéviner Musikgruppe „Accorde a vent“ wird letztlich beim Forsthaus am Loxbaum mit einem Grillfest der Abend ausklingen.

Der Samstag, 5. Juni, steht dann zunächst ganz im Zeichen des offiziellen Teils des Jubiläums. So ist am Vormittag ein Empfang im früheren Hohenlimburger Rathaus vorgesehen, in dessen Verlauf im Beisein des Hagener Oberbürgermeisters Jörg Dehm auch der Eintrag ins Goldene Buch geplant ist. Umrahmt wird die Zeremonie durch musikalische Beiträge aus Liévin, Hagen und einem eigens aus der Österreichischen Partnerstadt Bruck a/d Mur anreisenden Chor.

Lange Tafel

Einen großen Teil der Hohenlimburger Fußgängerzone soll dann im Anschluss die „Lange Tafel“ einnehmen. Mindestens 80 Tische stehen der Bevölkerung und den Gästen zum Plaudern, Schlemmen und Genießen zur Verfügung. Die Gaumenfreuden müssen indes von den Beteiligten mitgebracht werden. Eröffnet wird die „Tafel“ gegen 14:30 Uhr mit einer kleinen Andacht, die die Pfarrer Dieter J. Aufenanger und Dr. Thorsten Jacobi (auch auf französisch) halten werden. Das Geschehen dieses weiteren Höhepunktes im Ablauf des Festprogramms begleiten Darbietungen heimischer und Brucker Chöre, des Hohenlimburger Akkordeonorchesters sowie der Gruppe „Accorde a vent“.

Damit das „Freiluft-Essen“ zum großen Erfolg wird, bittet der Vorstand von „HoLiBru“ (das ist der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaften mit Liévin und Bruck) die Hohenlimburger, tatkräftig bei der Gestaltung des nachmittäglichen Beisammenseins zu helfen. Wer anpacken will, etwa um 12 Uhr beim Aufbau der Tische, sollte sich dringend entweder an den HoLiBru-Vorsitzenden Horst Eschenbach wenden (02334/ 954-871 bzw. 0171- 3646986) oder an Pressesprecher Andreas Geitz (01788- 953953 bzw. andreas.geitz@holibru.eu). „Die Gäste aus der Stadt in Nordfrankreich freuen sich schon jetzt auf das kulinarische Miteinander unter der erhofften Sommersonne Hohenlimburgs,“ weiß Horst Eschenbach, der darauf setzt, dass der Wettergott mitspielt. Obendrein will die Hohenlimburger Geschäftswelt zum „langen Samstag“ locken.

Lange Tradition ist der deutsch-französische Abend, der am Samstag gegen 20 Uhr in der Wälzholz-Nahmer-Halle seinen Auftakt nimmt. Für heiße Klänge sorgen Hohenlimburgs „Night Train“ und die Show- und Jazzdance-Gruppe „Chapeau Claque“. Hier darf man noch auf Überraschungen gespannt sein.

Programm zweisprachig

Ursula Werkmüller, stellvertretende Vorsitzende von „HoLiBru“, Horst Eschenbach, Andreas Geitz und Michael Rabe, der sich um die allgemeine Organisation kümmert, stellten das Programm für die Festtage unlängst der Öffentlichkeit vor: Ganz im europäischen Geist präsentiert sich das bunte Blatt gleich zweisprachig. Anne Marie Proriol, gebürtig in Montluçon und seit zehn Jahren deutsche Staatsbürgerin, hat sich der akkuraten Übersetzung des Veranstaltungsprogramms gewidmet; in einer Auflage von zunächst 1000 Exemplaren liegt es inzwischen öffentlich aus. Ursula Werkmüller: „Selbstverständlich kann sich jeder Interessierte bei uns für die ’Lange Tafel’ anmelden. Anmeldeschluss ist der 14. Mai.“

Im September wird dann das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft ganz groß in Liévin gefeiert. Im Nachbarland gibt die französische Post sogar eigens eine Sonderbriefmarke heraus.

Wer mehr über Liévin oder über HoLiBru wissen will, kann sich auch an den Geschäftsführer des Vereins wenden: Hartmut Nitsche hat die Mail-Adresse hartmut.nitsche@gmx.de. Aktualisierte Infos gibt es ferner unter www.holibru.eu.