Geschichte erleben: Von Osthaus bis Haspe

Hagen. Michael Eckhoff, Stadtheimatpfleger und einer der beiden Vorsitzenden des Hagener Heimatbundes, ist in den kommenden Wochen wieder häufig in „Heimat- und Baukunst-Diensten“ unterwegs. Zahlreiche attraktive Führungen stehen auf seinem Programm.

Folkwang-Tour: „Hagen und Essen“

So befindet sich am Samstag, 27. April, eine Fahrt auf der Tagesordnung, die vormittags durch Hagen und nachmittags nach Essen führt. Die Idee, die hinter dieser ungewöhnlichen Fahrt steht, ist schnell erklärt. Im Jahr 1902 gründete der Hagener Kunstsammler und -mäzen Karl Ernst Osthaus in der Volmestadt ein privates Museum, das er Folkwang („Halle des Volkes“) nannte. Er sammelte hier unter anderem Kunstwerke herausragender zeitgenössischer Maler und Bildhauer, so von van Gogh, Matisse oder Cezanne. 1921 starb Osthaus. Seine Erben verkauften die Kunstwerke nach Essen, deshalb ist das „Folkwang“ heute in der Ruhrmetropole beheimatet.

Sich gegenseitig zu besuchen, gehört zum Hagener Konzept des Jubiläumsjahres „100 Jahre Bauhaus im Westen“. Los geht es um 9 Uhr am Osthaus-Museum, dann führt die Tour zum Krematorium, zum Hohenhof und nach Haspe sowie nachmittags zum Essener Museum Folkwang und zur berühmten Krupp-Siedlung auf der Margarethenhöhe.

Die Rückankunft in Hagen ist für 19 Uhr vorgesehen. Die Fahrtkosten betragen 34,90 Euro (die Kosten für das Mittagessen bei „da Salvatore“ in Haspe sind darin nicht enthalten). Weitere Auskünfte erteilt die Hagen-Info unter Tel. 02331 / 8099980 bzw. Mail: info@hagenagentur.de.

Wer keine Zeit hat: Eine Wiederholung findet am Samstag, 28. September, statt.

Heimatbund: Zwei Bustouren

Der Hagener Heimatbund (HHB) hat zwei „Eckhoff-­Bus-Touren“ im Angebot: Am 19. Mai fährt der HHB zum Schloss Cappenberg, zum berühmten Schloss Nordkirchen („Westfälisches Versailles“) und nach Lüdinghausen, wo auch die jüngst renovierte „Burg Vischering“ ins Visier genommen wird. Die Tour startet um 8.30 Uhr am Otto-­Ackermann-Platz (Höing). Anmelden kann man sich am einfachsten direkt bei Michael Eckhoff unter info@michaeleckhoff.de (Kosten: 35 Euro).

Unter dieser Mail-Adresse kann sich auch jeder melden, der mit nach Darmstadt möchte. Hier soll vorrangig die berühmte Jugendstil-Siedlung auf der „Mathildenhöhe“ besucht werden. Die Exkursion findet am 16. Juni statt (von 8 bis circa 20 Uhr). Auch hier ist der Otto-Ackermann-Platz der Startpunkt (40 Euro).

Stadtteilrundgänge

Der HHB und die Volkshochschule veranstalten am 8. Mai gemeinsam den City-Rundgang „Architektur zwischen Rathaus und Markt – von circa 1900 bis 1960“. Die rund eineinhalbstündige Exkursion beginnt um 17.30 Uhr an der Fritz-Steinhoff-Statue am Rathaus-Altbau, Friedrich-Ebert-Platz (Kosten sechs Euro, Anmeldungen: VHS).

Der „Aufbruch in die Moderne – Jugendstil und Neues Bauen in Haspe“ wird am 5. Juni vorgestellt. Die Teilnehmer dieser eineinhalbstündigen, kostenlosen Tour (Veranstalter ist der Hasper Heimat- und Brauchtum-Verein) treffen sich um 17.30 Uhr vor der evangelischen Kirche an der Frankstraße.

Ferner sei noch auf einen gut einstündigen Rundgang über den Wehringhauser Buschey-­Friedhof hingewiesen, den Eckhoff auf Bitten der katholischen Sankt-Michael-­Gemeinde am 5. Mai durchführt. Hier heißt es „Mitten im Leben – Der Buscheyfriedhof als Ort der Geschichte und des Glaubens“. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Andachtshalle auf dem Friedhof (Zugang durch den Seiteneingang Grünstraße).