Gesuchtes Schieferhaus stand am Hasper Bach

Ein Foto aus den 20er Jahren präsentiert das schöne Gründerzeitgebäude von Otto Ahr. (Foto: Heimatbund)

Hagen. (ME/JB) Der Hagener Heimatbund (HHB) baut seit drei Jahren ein umfangreiches digitales Fotoarchiv auf. Über dreißigtausend Bilder sind bereits eingescannt und müssen mit Suchbegriffen versehen werden, damit ein schneller Zugriff möglich ist. Dabei taucht immer mal wieder ein Bild auf, das kein HHB-Heimatforscher zuordnen kann oder um das es irgendeinen Klärungsbedarf gibt. In Zusammenarbeit mit dem wochenkurier hat der Heimatbund deshalb 2010 die Serie „Suchbild des Monats“ gestartet.

Vor gut einer Woche zeigten wir ein Fachwerkhaus, von dem die HHB-Heimatforscher nun wirklich ganz und gar keine Ahnung hatten, wo es sich befunden haben könnte. Das heißt: Das dritte „Suchbild des Monats“ war etwas für Spezialisten und für Leser, die ganz genau hinschauen. So haben einige Leser schon eine Zuordnung nach Haspe und Eckesey vermutet, ohne den genauen Standort zu wissen. Schließlich löste der Besitzer des Häuschens das Rätsel höchstpersönlich.

Am Hasper Bach

Das kleine Schieferhaus stand an der „Corbacher“ unmittelbar am Hasper Bach, postalisch: Berliner Straße 139. Bereits im Jahr 1900 wurde ein vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus von der bekannten Hasper Büroartikelfirma Otto Ahr direkt davor errichtet. Das kleine Schieferhaus blieb dahinter stehen und wurde erst als Druckerei und später als Lager genutzt. Als es von Holzschwamm befallen worden war, musste es 1998 abgerissen werden – was kaum ein Hasper bemerkt haben dürfte.

Ein Foto aus den 20er Jahren zeigt das schöne Gründerzeitgebäude von Otto Ahr und daneben das zweistöckige Eckhaus, das auf unserm Suchbild am rechten Rand zu sehen ist. Ein Vergleich des Stucks und der Simsgestaltung beweist die Richtigkeit der Zuordnung. Damit konnte erneut ein seltenes historisches Fotodokument sicher zugeordnet werden.