Glasfaser für Sudfeld und Herbeck

Hagen. (th) „Wir sind froh, einen Etappensieg vermelden zu können.“ – Mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Erik O. Schulz die kurzfristig anberaumte Pressekonferenz zum Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten Sudfeld und Herbeck am vergangenen Donnerstag. Ein Telekommunikationsdienstleister aus Dortmund wird in Kooperation mit der Enervie in beiden Gebieten ein vollständiges Glasfasernetz verlegen.

Beispielhafte Förderung

Der schnelle Austausch von Daten wird immer wichtiger, eine gute Internetanbindung ist dementsprechend eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Arbeit in Unternehmen. Ein gutes Netz ist für die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes also von essentieller Bedeutung. Die  Glasfaser“ ist wiederum die beste Technologie, die in diesem Bereich auf absehbare Zeit vorhanden ist.

Der Ausbau des Glasfasernetzes ist somit eine zentrale Aufgabe der Wirtschaftsförderung, die in Händen der Hagen-Agentur liegt. Die Verlegung ist aber sehr kostenintensiv, besonders wenn erst noch die nötigen Rohre verlegt werden müssen, öffentliche Förderung ist allerdings nicht möglich. Deshalb sind zur Umsetzung Kooperationen nötig, die im Fall von Sudfeld und Herbeck beispielhaft funktioniert haben.

Enervie stellt bereits verlegte Rohre zur Verfügung, die ansässigen Unternehmen, die an das Netz angeschlossen werden wollen, beteiligen sich mit je 3000 Euro an den Baukosten. Nachdem sich genug Firmen dazu entschlossen haben – bislang gibt es elf Bestellungen – erledigen die Dortmunder nun den „Rest“.  „Aus meiner Sicht ein gutes Beispiel dafür, wie Wirtschaftsförderung in einer Kommune funktionieren kann“, so OB Schulz.

Wichtiges Signal

Schon Ende dieses Jahres sollen bei planmäßigem Verlauf der Arbeiten die ersten Unternehmen an das Netz angeschlossen sein. Die Glasfaser wird dabei bis ins Haus verlegt („Fibre To The Building“). Den Unternehmen steht danach mindestens eine garantierte Bandbreite von 30 Mbit pro Sekunde im Upload und 2 Mbit pro Sekunde im Download zur Verfügung, sie können aber auch symmetrische Anschlüsse mit 100 Mbit pro Sekunde im Up- und Download bestellen.

Auf dem Weg zu einem vollständigen Glasfasernetz für alle Standorte in Hagen sei dieser Schritt zwar  noch nicht der Durchbruch, aber „ein ermutigendes Beispiel und ein wichtiges Signal“, sagte Erik O. Schulz. Ein Etappensieg eben.