Häuserbau, Demo und Tafel-Klau

Hagen. (san) Mehr Grundstücke in der Stadt – das ist die gute Nachricht für viele bauwillige Bürger. Während damit in Garenfeld ein begehrtes Angebot offeriert wird, gab es am anderen Ende der Stadt hitzige Demonstrationen gegen die Rücknahme eines bereits bestehenden Angebots: Die Hasper Realschule soll eher als geplant geschlossen werden. Leider entfaltete sich bei einigen Bürgern auch in dieser Woche wieder eine kriminelle Ader…

Spatenstich

Freuen werden sich nicht nur die drei neuen Eigentümer ihrer Gründstücke in Garenfeld über den am Mittwoch getätigten ersten Spatenstich. Am Gräweken entsteht nun ein weiteres Wohngebiet – 14 vollerschlossene Baugrundstücke auf einer Fläche von 6.900 Quadratmetern werden von der Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft (HEG) hergestellt.

Nachdem bereits 2007 ein Teil des alten Bauernhof-Geländes an der Westhofener Straße in eine schmucke Wohnsiedlung verwandelt werden konnte, dürfen sich tatendurstige Häuslebauer mit der Erschließung von „Gräweken II“ auf die in Hagen rar gesäten Grundstücke stürzen. Zwischen 400 und 600 Quadratmeter groß sind die über das Architekturbüro Sommer & Partner zu beziehenden Parzellen. Die Bauherren haben freie Wahl ihrer Baupartner und Gestaltungsspielraum im Rahmen des Bebauungsplanes. So sind ein- oder zweigeschossige, Einzel- oder Doppelhäuser möglich.

Neben den drei bereits verkauften Grundstücken sind sieben weitere vorgemerkt. „Hagen braucht Baugrundstücke,“ betonte HEG-Geschäftsführer Hans-Joachim Bihs, abzulesen an der Nachfrage. Architekt Erwin Sommer untermauerte dies damit, dass in allen Baugebieten auch immer rund ein Drittel Neu-Hagener hinzukommen, „das Angebot macht unsere Stadt natürlich attraktiv.“

Im März 2016 soll das ländliche – und gerade darum bei den ersten Käufern so beliebte – Areal vollständig zur Bebauung freigegeben sein, so der Zeitplan der HEG. Weitere Fragen und Informationen zu dem Bauprojekt Gräweken erteilt auch HEG-Bauleiter Patrick Bänsch unter Tel. 02331/ 3677-159.

Demonstration

Schüler der Hasper Realschule und auch Eltern demonstrierten am Donnerstag gegen die Schließung ihrer Schule. Wie auch seinerzeit an der Grundschule am Spielbrink hatte die Stadt die Zusage gegeben, dass die vorhandenen Klassen ihre Schulzeit bis zum Abschluss in der Einrichtung beenden, bevor auch in Haspe die Sekundarschule an den Start geht. Nun scheint dieses Versprechen auch hier nicht eingehalten werden zu können. Die Schüler müssen wohl zukünftig in die Boelerheide „reisen“.

Nun besuchten die Betroffenen die Sitzung der Bezirksvertretung und machten dort ihrem Unmut Luft. Ein Argument der Umzugsbefürworter hingegen ist der nicht mehr zu gewährleistende Fachunterricht für die 9. und 10. Klassen, wenn mit dem Auslaufen der Klassen und dem beginnenden Schulformwechsel Lehrer und Räume reduziert werden. Und: „Die Schüler, die den weiteren Weg auf sich nehmen müssen, sind bereits Jugendliche. Diese sind durchaus in der Lage mit dem Bus bis Boelerheide zu fahren“, versuchte Bezriksbürgermeister Dietmar Thieser die Bedenken zu zerstreuen. So gaben dann die Bezirkspolitiker mit knapper Mehrheit dem Schulausschuss für seine Sitzung am kommenden Mittwoch die Empfehlung zur Realschulschließung mit auf dem Weg. Letztlich entscheiden wird aber erst der Rat am 26. November.

Gedenktafel-Klau

Von Metalldieben wurde das Ehrenmal an der Berchumer Straße in Halden heimgesucht. Ein aufmerksamer Anwohner wies die Stadt darauf hin, dass an dem Denkmal die rechte der beiden Bronzetafeln mit den Namen der im 2. Weltkrieg gefallenen Haldener Bürger gestohlen wurde. Von den 1956 am Ehrenmal angebrachten Tafeln existieren im Stadtarchiv der Stadt zwar Fotos, aber die Aufschriften sind bei einer entsprechenden Vergrößerung unleserlich.

Um die Tafel rekonstruieren zu können, bittet der Immobilienbetrieb der Stadt Hagen die Bevölkerung um Mithilfe. Gesucht werden Fotos oder Informationen zu den 46 Namen, die sich auf der gestohlenen Tafel befanden. Wer solche Fotos oder Informationen besitzt, kann sich mit Hans Trillig (Abteilung Instandhaltung/ Bauen im Bestand) unter Tel. 207-3894 oder E-Mail hans.trillig@stadt-hagen.de in Verbindung setzen.