Hagen bleibt sicher

Hagen. (saz) Die letzte Polizeiliche Kriminalstatistik, die Noch-Polizeipräsident Frank Richter für Hagen präsentiert hat, ist alles in allem sehr positiv ausgefallen. Die Aufklärungsquote wurde deutlich gesteigert, im Bereich Wohnungseinbrüche sind positive Entwicklungen zu verzeichnen und auch die Straßenkriminalität ist zurückgegangen. Lediglich die Zahlen der Betrugsdelikte vor allem im Internet-Bereich stiegen im letzen Jahr weiter an.

Von 16148 Straftaten (198 weniger als im Vorjahr) konnte die Polizei Hagen mit 56,37 Prozent mehr als die Hälfte aufklären. Damit liegt die Polizei Hagen weiterhin deutlich über dem Landesdurchschnitt von 49,77 Prozent.

Ein wichtiger Punkt, der das Sicherheitsempfinden der Hagener stark beeinflusst, ist die Straßenkriminalität. „Normalbürger gehen ja nicht unbedingt mit einem Hell’s Angel ein Bier trinken“, witzelt Frank Richter. Es sind die Straßen, auf denen sich die Bürger wohl fühlen sollen. Deswegen sei vor allem ein Augenmerk auf die Polizeipräsenz zu richten: „Wir müssen die Polizei sichtbarer machen, das dient zur Abschreckung.“ Die Maßnahme fruchtete 2014: Im Gegensatz zu 2013 wurden der Polizei insgesamt 8,1 Prozent weniger Fälle bekannt. Die Aufklärungsquote stieg von 16,7 auf 18,1 Prozent.

Sicheres Gefühl

Auch der Bereich der Wohnungseinbrüche hat auf das Sicherheitsgefühl wichtigen Einfluss. Kriminaldirektor Helgo Borgmann freut sich über eine positive Tendenz im vergangenen Jahr: „Wir konnten weiterhin dem Landestrend entgegen wirken“, betont er. Seit 2012 bildet der Bereich bereits einen Schwerpunkt in der kriminalpolizeilichen Arbeit, da häufig Opfern von Einbrüchen nicht nur materielle Verluste, sondern auch die psychischen Folgen Probleme bereiten. Das Vorjahr zeigt positive Ergebnisse. Im Vergleich zu 2013 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um 21,6 Prozent gesunken.

Sorgenkind der Polizei ist der Bereich der Betrugsdelikte, die sich vor allem im Internet abspielen. Die reine Computerkriminalität hat sich in Hagen im Vergleich zum Vorjahr von 344 auf mittlerweile 505 Fälle erhöht. Im Vergleich zu 2012 (262 Fälle) hat sich die Anzahl fast verdoppelt. Borgmann befürchtet, dass es wohl auch eine viel größere Dunkelziffer gibt, da häufig gerade ältere Mitbürger sich schämten und den Betrug gar nicht anzeigten.
Letztes Resümee Richters: „Wir haben eine Stadt, in der wir sicher leben können!“ – bleibt zu hoffen, dass der Trend auch für 2015 weiter positiv bleibt…