Hagen im neuen Licht

Hagen. (th) Es werde Licht in Hagen! Die dritte Auflage von „Urban Lights Ruhr“ setzt die Volmestadt vom 9. bis zum 25. Oktober in ein ganz neues Licht. Mit insgesamt 15 äußerst spannenden Lichtkunstprojekten von international renommierten Künstlern und Künstlergruppen soll das Gesicht der Stadt sowie ihre Entwicklung beleuchtet werden. Dadurch sollen die Bewohner eine neue Perspektive erhalten, ihre Stadt neu kennenlernen und zu positiven Veränderungen ermutigt werden.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wählte die verantwortliche Kunstorganisation „Urbane Künste Ruhr“ sorgfältig aus, welche Projekte an welchen Orten Hagens installiert werden. Obwohl die einzelnen Installationen sehr unterschiedlich sind, haben doch alle eins gemein: Sie laden ein zur Beteiligung und bieten neue Blickwinkel, auf die Stadt, auf das gesellschaftliche Leben, auf die eigene Wahrnehmung.

Bewusst werden auch schwierige Plätze und Themen in den Fokus gerückt. So möchte die preisgekrönte Künstlerin Anna Rispoli die Fußgängerunterführung am Bodelschwinghplatz mit von Anwohnern gespendeten Wohnzimmerlampen in ein neues Licht rücken. Die Künstlerin Andrea Polli macht mit einer Video-Projektion an der B7, Ecke Sternstraße, die tatsächliche Feinstaubbelastung sichtbar. Und die Künstler von „Sans facon“ wollen mit einem Rummelplatz ohne Licht, ohne Musik und Durchsagen, die Übernutzung von Licht und Akustik in der heutigen Gesellschaft verdeutlichen.

Genauere Informationen zu allen Projekten gibt es unter www.urbanekuensteruhr.de oder im Festivalzentrum im Bunker, Bergstraße 98. Im Zeitraum von „Urban Lights Ruhr“ können die Installationen immer freitags bis sonntags betrachtet werden. Freitags und samstags werden, ausgehend vom Festivalzentrum, jeweils um 18 Uhr Führungen für 5 Euro und um 19 Uhr kostenlose Kurzführungen angeboten.

Zufälligerweise hat die Unesco dieses Jahr zum „Jahr des Lichts“ erklärt. In diesem Zusammenhang ist Hagen mit „Urban Lights Ruhr“ Teil des internationalen Medienfassaden-Festivals „Connecting Cities“. Gleiche und ähnliche Lichtkunstprojekte werden unter anderem in Berlin, Helsinki, Liverpool und Madrid gezeigt. Hagen ist nach Bergkamen und Hamm dritter Austragungsort von „Urban Lights Ruhr“.

Die gesamte Veranstaltung kostet etwa 450.000 Euro, die vom Regionalverband Ruhr übernommen werden. Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer freut sich sehr darüber, dass dieses Kunstprojekt in der Volmestadt durchgeführt wird und hofft, dass Hagen dadurch möglicherweise „ein Licht aufgeht“.