Hagen im Zweiten Weltkrieg

Hagen. Stadtbücherei und Volkshochschule laden am Dienstag, 27. September 2011, um 19 Uhr in die Bücherei auf der Springe zum Vortrag „Hagen im Zweiten Weltkrieg“ ein. Der Historiker Ralf Blank wird sich in einem von zahlreichen Fotografien begleiteten Vortrag im Rahmen der Reihe „Hagen (w)örtlich“ mit dieser Zeit beschäftigen, die zu den folgenschwersten und nachhaltigsten Ereignissen in der Hagener Stadtgeschichte gehört.

Über 15.000 Menschen verloren ihr Leben, mehr als 2.000 davon bei alliierten Luftangriffen auf die Stadt. Während der frühen Nachkriegszeit zählte Hagen zu den „Trümmermetropolen“; die Innenstadt war fast völlig zerstört. Trotz des Wiederaufbaues ab 1947 sind Relikte des Krieges im Stadtgebiet noch heute zu finden.

Bis in die Gegenwart werden der alliierte Luftkrieg und seine Folgen kontrovers diskutiert. Die Frage nach dem Sinn der verheerenden Bombardierungen und die Verortung des Bombenkriegs in der deutschen Geschichte ist ein aktuelles Thema in der historischen Forschung. Dabei geraten die Ursachen des Krieges und die Auswirkungen der nationalsozialistischen Diktatur in der öffentlichen Diskussion und in den Medien oft in den Hintergrund.

Der Vortrag stellt Hagen als Ziel alliierter Luftangriffe vor. Geschildert werden vor allem die Folgen der Bombardierungen sowie die Auswirkungen auf das Alltagsleben der Bevölkerung. Darüber hinaus beschäftigt sich der Referent mit dem Gedenken an Krieg und Nationalsozialismus in Hagen nach 1945. Wer waren die Akteure der Erinnerung und welche Entwicklungen lassen sich feststellen?