Hagen kennenlernen

Hagen. (je) Der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“ steht am 13. September 2015 unter der Überschrift „Handwerk und Technik“ – ein Thema, das hervorragend zu Hagen passt. Gleichsam im Vorgriff auf diesen Tag bieten die VHS und der Hagener Heimatbund im Rahmen des Urlaubskorbs zwei kostenlose „Stadtspaziergänge“ an. Unter Leitung von Stadtheimatpfleger und Wochenkurier-Chefredakteur Michael Eckhoff geht es am Freitag, 3. Juli 2015, zunächst von Oberhagen nach Eilpe.

Oberhagen/Eilpe

Zwischen Oberhagen und dem Zentrum von Eilpe befinden sich einige der ältesten Industriestandorte Hagens. Von diesem Ortsteil aus nahm so manche gewerbliche Entwicklung ihren Anfang – man denke nur an Hussel (früher an der Eilper Straße), an die berühmten Eilper Klingenschmiede (am Bleichplatz) oder an die Aktivitäten der Familien Elbers, Huth und Vorster. Die um 17 Uhr beginnende knapp zweistündige Tour führt bis zum Bleichplatz. Los geht es am „Eilper Tor“ (Bahnüberführung), Eilper Straße/Ecke Jägerstraße.

Das über hundert Jahre alte Stellwerk in Niederhaspe ist ein „Technisches Kulturdenkmal“ - es erinnert an eine Epoche, in der ellenlange Züge sowohl Koks als auch Erz zur Hasper Hütte transportierten. Auch dieses Bauwerk spielt beim Hasper Urlaubskorb-Spaziergang eine Rolle. (Foto: Wk-Archiv)
Das über hundert Jahre alte Stellwerk in Niederhaspe ist ein „Technisches Kulturdenkmal“ – es erinnert an eine Epoche, in der ellenlange Züge sowohl Koks als auch Erz zur Hasper Hütte transportierten. Auch dieses Bauwerk spielt beim Hasper Urlaubskorb-Spaziergang eine Rolle. (Foto: Wk-Archiv)

Haspe

14 Tage später – also am 17. Juli 2015 – steht Haspe auf der Tagesordnung. Familie Harkort, Bergisch-Märkische Eisenbahn, Hasper Hütte, Wasserkraft und Subergs Hammer am Heubing – das sind nur einige der vielen Stichworte, die im Mittelpunkt des industriegeschichtlichen Stadtspazierganges durch das Tal der Ennepe stehen. Bei dieser ebenfalls knapp zweistündigen Tour, die von Niederhaspe über die Frankstraße zum Hüttenplatz führt, geht es auch vorbei am Löwen-Denkmal und am früheren Ernst-Meister-Gymnasium. Gestartet wird in Niederhaspe (Stadtgarteneingang/ Ennepebrücke), Kölner Straße/Ecke Gosekolk.

Drei-Türme-Weg

Diese beiden „Sparziergänge“ von Michael Eckhoff gehören zu den vielen spannenden „Hagen-Touren“, die in diesem Sommer vom VHS-Urlaubskorb oder von der Hagen-Agentur – teils kostenlos – angeboten werden.

Eine weitere „verlockende“ Exkursion führt bereits am kommenden Samstag, 4. Juli 2015, über den bekannten Drei-Türme-Weg. Die Teilnehmer der etwa fünf bis sechs Stunden dauernden Wanderung sollen unter Leitung der Geologin Antje Selter entführt werden in eine Welt, als Hagen am „Äquator“ lag. Es gibt viele Infos darüber, wie unsere Gesteinsschichten entstanden sind.

Der Drei-Türme-Weg ist auch für weniger geübte Wanderer geeignet. Am Kaiser-Friedrich-Turm möchte man zu Kaffee und Kuchen einkehren. Im Anschluss geht es zum Eugen-Richter-Turm, wo bei einem einstündigen Rundgang die Volkssternwarte erkundet wird.

Die Wegstrecke beträgt etwa acht Kilometer. Los geht es um 13 Uhr am Parkplatz „Stadtgartenallee“ am Ende der Christian-Rohlfs-Straße. Die Führung kostet 18 Euro inklusive Eintritt in die Sternwarte; der Kaffee am Kaiser-Friedrich-Turm kostet extra. Eine Anmeldung ist erforderlich. Buchungen nimmt die Hagen-Info, Körnerstraße 27, entgegen (Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr); Tel. 02331 / 8099980.

Weitere sommerliche Hagen-Touren sind zum Beispiel in der Urlaubskorb-Broschüre zu finden, die an vielen Stellen ausliegt.