„Hagen klingt wieder gut!“

Hagen. (saz) Das Programm des Philharmonischen Orchesters Hagen für die Spielzeit 2015/2016 verspricht eine Mischung aus populären Werken und eher unbekannteren Stücken. Freunde des guten Klanges können sich auf insgesamt zehn Sinfonie-, drei Familien-, zehn Kammer- und diverse Sonderkonzerte freuen. Die Sinfonieorchester-Reihe beginnt am Dienstag, 8. September 2015.

Der Anspruch an sich selbst und an das Programm war für die kommende Spielzeit sehr hoch, wie Generalmusikdirektor Florian Ludwig erklärt – immerhin war das Philharmonische Orchester Hagen in der Spielzeit 2014/2015 vom Deutschen Musikverleger-Verband (DMV) mit dem Preis für das „Beste Konzertprogramm der Saison“ ausgezeichnet worden. Das dürfte nicht zuletzt auch der Vielfalt zu verdanken sein, die das Orchester bietet. „Wir möchten immer ein Programm bieten, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist“, bemerkt Ludwig.

Sinfonie-Highlights

So sollen auch spezielle Geschmäcker angesprochen werden, was in der kommenden Spielzeit unter anderem beim 3. Sinfonieorchester der Fall sein wird. Dort werden mit Mark-Anthony Turnages „Erskine – Konzert für Drumset und Orchester“ und Karl Jenkins’ „The Armed Man“ zwei große Komponisten in einer Art Jazz-Crossover gegenübergestellt. Peter Erskine, weltberühmter Jazz-Schlagzeuger, für den ersteres Stück geschrieben wurde, wird das Drum-Set bedienen. Die Leitung obliegt Florian Ludwig.

Auch das 6. Sinfoniekonzert hält wieder eine Besonderheit bereit. Nachdem die Vertonung des Stummfilms „Faust – Eine deutsche Volkssage“ von Friedrich Wilhelm Murnau in der vorletzten Saison so viel Begeisterung bei den Besuchern ausgelöst hatte, steht in diesem Jahr Murnaus Stummfilmklassiker „Nosferatu“ auf dem Programm. Die Neuvertonung ist von Bernd Wilden, der am Haus groß geworden ist und beim Konzert die Leitung übernimmt. „Live zu einem laufenden Film zu dirigieren, ist schon eine Herausforderung“, verrät Ludwig.

Familienkonzerte

Auch die drei Familienkonzerte in der Spielzeit 2015/2016 versprechen Vielfalt, mit der Kinder auf unterhaltsame Weise an klassische Musik herangeführt werden. Das erste und das dritte Familienkonzert erzählen beide eine kleine Geschichte, im ersten steht die gut bekannte Ente Alfred Jodocus „Kwak“ im Vordergrund, das zweite erzählt eine vollkommen neue Geschichte in der ein verschwundenes Wildschweinkind im Mittelpunkt steht.

Das zweite Familienkonzert dürfte sich wohl nicht nur an Kinder, sondern auch an ihre Eltern richten. Mit der Moderation von Lutz Lansemann und unter der musikalischen Leitung von Florian Ludwig kommt hier die komplette ursprüngliche „Krieg der Sterne“-Trilogie zur Aufführung. Die Filmmusik von John Williams hat eine eigene Dynamik, die im Familienkonzert live vom Orchester gespielt wird. Und dabei wird kein Stück vergessen, nicht einmal das Tuba-Solo, welches „Jabba the Hutt“ präsentiert.

Alle wichtigen Infos zur Konzertsaison 2015/2016 und viele interessante Artikel rund um das Philharmonische Orchester Hagen sind in einer Broschüre zusammengefasst, die kostenlos an den üblichen Stellen ausliegt.