Hagenbad reagiert

Ischeland. (anna, 22.05.10) Die Hagenbad GmbH reagiert jetzt auf die vielen kritischen Stimmen, die seit der Eröffnung des Westfalenbads vor 20 Tagen laut wurden (der wk berichtete am 15. Mai). Kritik hagelte es vor allem in Bezug auf das Sportbad. So wurden beispielsweise fehlende Einzelumkleiden, Handtuchhaken und Abstellmöglichkeiten sowie ein Zugang zur Gastronomie vermisst. Auch beschwerten sich Eltern darüber, dass sie ihre kleinen Kinder nicht in die Umkleidekabinen begleiten durften.

Jetzt wird nachgebessert. Damit reagiert das Unternehmen auf die Meinungen der Besucher, die von Anfang an gebeten wurden, das neue Bad zu bewerten. „Die Beurteilungen reichten von gut bis sehr gut“, erklärt Bäderchef Christoph Köther, der mit 24.000 Besuchern in nur 20 Tagen sehr zufrieden ist. „Natürlich gab es auch Kritik, auf die wir jetzt reagieren.“

Fehlende Haken, Spiegel und Seifenablagen seien bis Ende dieser Woche angebracht, versprach er. Zu den acht Sammelumkleidekabinen mit je einer Einzelkabine würden nun im Sportbereich zusätzlich 12 Einzelkabinen geschaffen, um das Schamgefühl einiger Individualschwimmer nicht zu verletzen. „Bei der Planung hatten wir auf weitere Einzelkabinen verzichtet, weil das auch in anderen Bädern mit Tarifzonen nicht üblich ist“, erklärt Köther. Auch würde bei den Sammelkabinen ein zusätzlicher Sichtschutz eingebaut.

Auf große Kritik stieß der separate, ungeschützte Eingang beim Sportbereich. Bei größeren Gruppen dauerte es sehr lange, bis alle durchs Drehkreuz gelangt waren. Jetzt können Vereine und Gruppen auch durch Haupteingang und Foyer den Sportbereich betreten. Zudem hat Hagenbad mehr Zugangskarten verteilt, damit Gruppen schneller ins Bad gelangen und Eltern ihre Kinder zum Umziehen in die Kabine begleiten können.

Der fehlende Zugang vom Sportbereich zur Gastronomie wird von vielen Besuchern als großes Manko gesehen. Gern trinken auch Sportschwimmer noch einen Kaffee nach dem Bad. „Wir haben den Sportbereich immer separat gesehen“, erklärt Köther die Vorgabe an den Architekten, „denn Vereinsschwimmer und Schulkinder haben wir nicht als Gastronomiebesucher eingeplant. Das war ein Fehler.“ Möglich ist der Zugang nun trotzdem, obwohl die Gastronomie zwischen Freizeitbad und Sauna eigentlich als Nassbereich gilt, in dem Straßenschuhe nichts zu suchen haben. Nun müssen sich Sportbadbesucher eben Plastiküberzieher über ihr Schuhwerk ziehen.

An der Temperatur in den einzelnen Becken wird nichts geändert. Hier sei es bislang nur an einem einzigen Tag zu Komplikationen gekommen. Ein Sportbecken mit einer Wassertemperatur von 26 Grad sei goldrichtig, meint Köther. Wer es wärmer möchte, muss dann eben in den Freizeitbereich (30 Grad) oder die Sole (32 Grad) ausweichen. Im Lehrschwimmbecken herrscht eine Temperatur von 28 Grad; im Kinderbecken sind es sogar 32 Grad.

Das Gradierwerk in der Saunalandschaft soll Ende der Woche fertig sein, der Naturbadeteich ist Mitte Juni nutzbar und die Wiese im Freizeitbereich soll bis zu den Sommerferien ordentlich gewachsen sein.