Hagener Aktionsbündnis gegen Rechts

Hagen. „Unsere Stadt ist weit davon entfernt, eine rechtsextreme Hochburg zu sein. Das ist gut so, aber beileibe kein Grund, sich entspannt zurück zu lehnen oder gar mit dem Finger auf andere zu zeigen. Beispiele aus anderen Städten und Regionen haben vielmehr gezeigt, wie schnell sich ein derartiges Gedankengut ausbreiten kann.“ Vor diesem Hintergrund und angesichts der jüngsten, überaus erschreckenden Erkenntnisse zum Rechtsextremismus in Deutschland wünscht sich Oberbürgermeister Jörg Dehm ausdrücklich eine fraktionsübergreifende Initiative der im Rat der Stadt vertretenen Parteien, um ein Aktionsbündnis gegen Rechts auf den Weg zu bringen.

Breit aufstellen

OB Dehm: „In diesem Bündnis sollten Vertreter aller gesellschaftlichen Gruppen zusammenwirken, um einen gemeinsam getragenen Aktionsplan zu entwerfen. Dabei kann selbstverständlich schon auf eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Programmen – etwa aus dem Bereich der Jugend- sowie der Bildungsarbeit – in unserer Stadt zurückgegriffen werden. Eine gute Grundlage also, auf der weitere Optimierungsmöglichkeiten ausgelotet werden könnten“, so der Hagener Oberbürgermeister, für den zweifelsfrei feststeht, „dass eine breit aufgestellte Aufklärungsarbeit – insbesondere für die jungen Menschen – zweifelsfrei die allerbeste Vorbeugung gegen die dumpfen Parolen jedweder brauner Rattenfänger ist!“

Gleich zwei Veranstaltungen sieht der Hagener Oberbürgermeister in dieser Hinsicht aktuell als ausgesprochen positiv an: „Da ist zum einen die bereits seit Mitte September laufende Ausstellung ’Glaubenssache. Judentum – Christentum – Islam’ im Historischen Centrum in Eilpe. Sie wurde bekanntlich von Mitgliedern dieser drei Glaubensgemeinschaften und weiteren beteiligten Organisationen über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren gemeinsam erarbeitet und wird jetzt gerade von vielen jungen Menschen in unserer Stadt unter museumspädagogischer Anleitung stark nachgefragt.“

Klar formuliert

Zum anderen haben wir Mitte November den ’Tag der Religionen’ erlebt, der bundesweit bereits zum zehnten Mal veranstaltet wurde“, ergänzt der OB. Für die Zentralveranstaltung des ’Runden Tisches der Religionen in Deutschland’ durfte dabei erstmalig unsere Stadt als gute Gastgeberin fungieren. Auch im Rahmen dieser Veranstaltung wurde mit einer klar formulierten Resolution allem Fanatismus und allen Formen von Fremdenfeindlichkeit eine unzweifelhafte Absage erteilt. Ein wertvoller Impuls, der von Hagen aus seine Bahn gezogen hat. Unsere Stadt ist also auf einem wirklich guten Weg, zugleich aber auch gut beraten, mit aller Wachsamkeit allen denkbaren rechtsradikalen Tendenzen von vorneherein entschlossen entgegenzuwirken“, betont OB Jörg Dehm abschließend.