Hagener Bahnhofshinterfahrung

Hagen. (Red./ME) Der Bau der neuen Bahnhofshinterfahrung ist bekanntlich im vollen Gang. Als Dreh- und Angelpunkt gilt die Fertigstellung der Ennepebrücke. Erst danach kann der gesamte Ausbau linksseitig der Ennepe (Anbindung Kuhlestraße) beginnen. Voraussetzung dafür ist zudem die Freigabe der benötigten Bahntrasse durch die Deutsche Bahn im Frühjahr 2014.

WBH-Projektleiter Matthias Hegerding (l.) und Stadtpressesprecher Thomas Bleicher erläuterten unlängst den Stand der Arbeiten zur Bahnhofshinterfahrung. Ende 2019 soll der gesamte Straßenzug eröffnet werden. (Foto: Michael Eckhoff)

Nach Ende der Brückenbauarbeiten kann der Ausbau zwischen der neuen Ennepebrücke und der Wehringhauser Straße (Bereich VHS/ Villa Post) erfolgen. Zeitgleich wird die Kreuzung Wehringhauser Straße/ Bahnhofshinterfahrung im Bereich Dieckstraße hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt muss zum ersten Mal in den fließenden Verkehr eingegriffen werden. Dazu werden mehrere Bauabschnitte gebildet, um den Verkehr aufrecht erhalten zu können.

15 Millionen Euro

Wenn die Verkehrsbeziehung über die neue Ennepebrücke zur Kuhlestraße fertig gestellt ist und der Verkehr über die neue Straßentrasse Richtung Haspe beziehungsweise Bahnhof rollt, kann der Rückbau der Weidestraße verbunden mit dem dortigen Kanalbau erfolgen.

Die Uferbereiche der Ennepe werden zwischen der neuen und der alten Ennepebrücke renaturiert und neue Versorgungsleitungen durch die Ennepe verlegt, bevor die alte Weidenstraßenbrücke abgerissen wird.

Die Bauzeit für diesen ersten, rund 600 Meter langen Teilabschnitt der Bahnhofshinterfahrung ist bis etwa Sommer 2015 veranschlagt. Zum Ende des ersten Bauabschnittes werden rund 10 Millionen Euro von der Stadt Hagen/WBH und noch weitere gut 600.000 Euro von den Versorgungsträgern (Mark-E usw.) verbaut sein. Hinzu kommen die Kosten der Signalisierung, Beschilderung und der Begrünung. Das sind Maßnahmen, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben und vergeben werden. Die Gesamtkosten des ersten Bauabschnitts werden wohl – so die Überzeugung der Stadt beziehungsweise ihrer Tochter WBH – im Rahmen der genehmigten 15 Millionen Euro liegen.

Zweiter Bauabschnitt

Bereits im Januar 2015 sollen dann die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Bahnhofshinterfahrung beginnen. Die fertiggestellte Straßentrasse von der Dieckstraße kommend wird an der Weidestraße fortgesetzt, überquert die Ennepe und verläuft weitestgehend auf der dann stillgelegten (rheinischen) Bahntrasse, bevor sie die Ennepe erneut quert. Die Volme muss anschließend noch im Bereich Plessenstraße überbrückt werden. Dieser Bauabschnitt ist mit drei Jahren Bauzeit und einer Bausumme von rund 18 Millionen Euro vorkalkuliert.

Letzter Bauabschnitt

Der dritte und letzte Bauabschnitt wird schließlich zwischen Volmebrücke und Eckeseyer Straße erstellt. Dieser Abschnitt beinhaltet die aufwendige Querung der Eisenbahnanlage im Bereich der Trafoanlage der Enervie. Die Realisierung ist von Januar 2017 bis Ende 2019 vorgesehen und wird weitere Baukosten in Höhe von rund 19 Millionen Euro mit sich bringen.

Bei Fragen zur Bahnhofshinterfahrung stehen den Bürgern folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

  • WBH/Projektleitung
  • Matthias Hegerding, Tel. 02331 / 207-3914
  • WBH/Koordinierende Bauleitung
  • Guido Rose, Tel. 02331 / 207-2583
  • Stadt Hagen/ Projektleitung Städtebauliche Entwicklung
  • Tanja Körfer, Tel. 02331 / 207-3792

Bei Bedarf können auch telefonisch Ortstermine am Baubüro an der Wehringhauser Straße neben Haus Nummer 56 vereinbart werden.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum Thema Bahnhofshinterfahrung gibt es zudem im Internet unter www.hagen.de.