Hagener brauchen Musik

Abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm auf der Stadthallenbühne
Präsentierten ein großes und abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm auf der Stadthallenbühne: das Große Orchester, die Bigband, die integrative Band „Together“ und zahlreiche Jeki- und Chor-Kinder. (Foto: Anja Schade)

Hagen. (AnS) „Wir Menschen dieser Stadt – wir brauchen die Musik!“: Treffender kann eine Lobhymne auf die Max-Reger-Musikschule dieser Stadt kaum sein. Seit nun mehr 50 Jahren vermittelt sie Erwachsenen wie Kindern das Wissen rund um das Instrumentenspiel – mehr als erfolgreich. Davon konnte sich das Publikum beim Geburtstagsfest in der Stadthalle kürzlich überzeugen.

„Wenn es die Musikschulen nicht schon gegeben hätte, man hätte sie erfinden müssen“, ein weiteres Zitat – diesmal von Johannes Rau -, das Reger-Chef Helmut Schröder verwendete, um die zahlreich erschienenen Gäste auf ein abwechslungsreiches Programm einzustimmen. Er richtete genauso wie Oberbürgermeister Jörg Dehm den Blick in die Zukunft. Die Geschichte meinte er, müsse an anderer Stelle beleuchtet werden. Er ließ viel lieber gemeinsam mit dem Großen Orchester, der Bigband, der integrativen Band „Together“ und vielen Kindern die Musik sprechen.

Wer glaubte, Musikschulen seien altmodisch und verstaubt, der wurde eines Besseren belehrt. Beschwingt präsentierten die verschiedenen Gruppen mal solo, mal gemeinsam sowohl Sinfonisches als auch Pop und Rock: Von einer Suite aus dem Musical „Phantom der Oper“ über das dichterische „Finlandia“ von Jean Sibelius bis hin zu Stevie Wonders „Living For The City“ und der Filmmusik von „Star Wars“ zeigten sie ihr modern-klassisches Können. Eine Zusammenspiel, das sich ob der verschiedenen Schulzeiten als gar nicht so ganz einfach erwies. Aber das dank des Engagements von Lehrern und Schülern doch möglich war.

Dass sich die Nachwuchsarbeit in jedem Fall lohnt, bewiesen die Kinder des Projektes „Jedem Kind ein Instrument“, die mit cooler Sonnenbrille, viel Freude und einer Vielzahl von Instrumenten – vom Keyboard bis zur Flöte und Trompete – James Bond mal ganz anders interpretierten. Stephan Mehl hatte die Nummer dafür extra umgewandelt in „Wir sind die Jeki-Kinder.“

Den Höhepunkt bildete die eigens von Doris und Udo Hartlmaier geschriebene Jubiläums-Hymne, die die Schüler, unterstützt von einer Grundschulsingklasse und allen Instrumentalisten auf der Bühne sangen. War hier das Publikum bisher nur Zuhörer, durften sie bei der Zugabe ihre Stimme ebenso erklingen lassen, um das Motto des Nachmittags zu bekräftigen: „Wir Menschen dieser Stadt. Wir brauchen die Musik. Sie öffnet unsre Herzen weit. Gibt jedem etwas Glück.“

Im Jubiläumsjahr finden viele weitere Veranstaltungen statt. So heißt es am Samstag, 13. Juli, ab 15 Uhr auf dem Elbersgelände „Klingendes Elbersgelände – Jede Menge bunte Klänge“, viele verschiedene Ensembles sind beteiligt. Und alle Lehrer und Schüler laden ein, noch mehr Musik zu entdecken…