Hagener Friedenszeichen stark beschmutzt

Hagen. „In diesem Zustand stellt das Friedenszeichen in
Hagen keine Werbung für die gute Sache dar“, sagt Bezirksbürgermeister Arno
Lohmann und steht mit dieser Meinung nicht allein. Im Rahmen einer gemeinsamen
Begehung der Hagener City machten Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte und der
Stadtverwaltung in der vergangenen Woche auch Halt am denkmalgeschützten
Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße.
Zuplakatiert
Passanten bemängeln schon seit längerem, dass die am selben Ort in zentraler
Lage aufgestellte Fußgänger-Informationstafel ständig mit Texten und Aufklebern
zuplakatiert sei und somit als Infotafel nicht mehr nutzbar wäre. Eigentümerin
der Infotafeln in der Hagener City ist die Firma Ströer/DSM, welche in Hagen die
Außenwerberechte besitzt.
Bereits mehrfach hat die Werbefirma auf eigene Kosten die Infotafel am
Friedenszeichen reinigen lassen – und am nächsten Tag war diese jeweils wieder
beklebt. Vor diesem Hintergrund hat die Firma Ströer/DSM inzwischen bei der
Hagener Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung
erstattet.
Unter Aufsicht
Ferner sollen Kerzen, die als Mahnung für den Frieden aufgestellt werden,
zukünftig nur noch unter Aufsicht brennen. Anwohner hatten sich darüber
beschwert, dass sich an den zum Teil unbeaufsichtigt brennenden Kerzen bereits
kleine Kinder und Hunde verletzt hätten und der Wind das Kerzenwachs an die
Schaufenster der umliegenden Fachgeschäfte wehen würde. Sowohl Bezirksvertretung
als auch Stadtverwaltung machten deutlich, dass sie das Ansinnen der
Friedensfreunde gerade in der aktuellen weltpolitischen Lage nachvollziehen und
unterstützen.
Eine Verschmutzung der Fußgänger-Infotafel und der denkmalgeschützten
Pflasterung sei hingegen, so die einstimmige Meinung, nicht akzeptierbar und
darüber hinaus der guten Sache abträglich.