Hagener Gruppe hilft bei Trauer und Verzweiflung

Die Koordinatorinnen Marita Schulz (r.) und Andrea Strehl tauschen sich mit Helga Franke (m.) aus

Die Koordinatorinnen Marita Schulz (r.) und Andrea Strehl tauschen sich mit Helga Franke (m.) aus, die positiv auf ihre Teilnahme an der Trauergruppe zurückblickt. (Foto: Diakonie)

Hagen. (Red.) Menschen, die trauern, nicht alleine zu lassen, ihnen in ihrer schwierigen Lebensphase zu helfen: Das ist das Ziel der Trauergruppe, die der ambulante Hospizdienst „DA-SEIN“ der Diakonie Mark-Ruhr jetzt wieder anbietet. „Ich bin dankbar für die Hilfe, die mir diese Gruppe gegeben hat“, berichtet Helga Franke, die sich zu Beginn dieses Jahres der Trauergruppe anschloss.
„Ich hatte eine naive Vorstellung von Trauer. Nachdem mein Mann verstorben ist, habe ich nach Unterstützung außerhalb des Familien- und Freundeskreises gesucht, da hat mich das Angebot von ‚DA-SEIN‘ angesprochen.“ Achtmal montags von 16.30 bis 18.30 Uhr bieten die Koordinatorinnen der Diakonie Mark-Ruhr die Trauergruppe in der Bergstraße 121 an.
„Wir geben jedem Treffen ein Thema, schauen aber auch immer auf die individuelle Situation“, erklärt Marita Schulz. „Jeder geht anders mit dem Thema ‚Abschied nehmen‘ um. Gemeinsam wollen wir aber auch nach vorne blicken und eine Lebensperspektive entwickeln. Wir schauen, wo die Ressourcen sind und was einem gut tut. “ Vor diesem Hintergrund bietet die Diakonie Mark-Ruhr je nach Alter der Teilnehmer auch zwei Gruppen an. Maximal zehn Personen gehören einer Trauergruppe an. „Natürlich sprechen wir auch über Erinnerungen, uns geht es um ein ‚los lassen‘, aber gleichzeitig auch bewahren der positiven Momente“, so Marita Schulz.
Nach dem Tod?
Dabei geht es auch um Spiritualität und die Frage, welches Bild jeder für sich vom Leben nach dem Tod hat. „Natürlich spielt da auch die Frage nach dem Glauben eine Rolle, oft hadern Menschen in ihrer Trauer mit Gott.“ Ausdrücklich weisen die Koordinatorinnen vom ambulanten Hospizdienst.
Gruppe nicht konfessionsgebunden
„DA-SEIN“ darauf hin, dass die Trauergruppe nicht konfessionsgebunden ist und sich ebenso an Menschen richtet, die nicht in einer Kirche sind.
Die Trauergruppe spricht nicht nur Personen an, die ihren Partner verloren haben, sondern alle, die um einen Menschen trauern, der ihnen in ihrem Leben viel bedeutet hat. Das erste Treffen findet am Montag, 11. September, statt.
Wer Fragen dazu hat oder teilnehmen möchte, wird gebeten, sich im Vorfeld unter Tel. 02331 / 3751199 zu melden. Die weiteren Termine: 29. September, 16. und 23. Oktober, 6. und 20. November sowie der 4. und 11. Dezember.