Hagener Mozart-Wettbewerb 2014

Hagen. (AnS) Keine Geringeren als die Kompositionen von den drei Mozart-Generationen stehen beim gleichnamigen 1. Internationalen Wettbewerb in Hagen auf dem Programm. In der Johanniskirche spielen Solisten aus aller Welt Stücke der berühmten Musiker, die eine kompetente Jury bewertet. Organisiert wird das Klangerlebnis vom 22. bis 30. April 2014 vom Internationalen Kammermusikfestival Hagen.

Rund 40 junge Bewerber stellen ihr Talent an verschiedenen Instrumenten unter Beweis. Noch vor den Osterfeiertagen wurden zwei Ibach-Flügel in die Kirche gebracht. Das Ziel der Initiatoren Prof. Roland Pröll (als musikalischer Leiter), Martin Brödemann und der Vereinsvorsitzenden Hildegard Schiller: „Wir möchten gerne die Jugend noch mehr für Kammermusik begeistern und regelmäßige Kammermusikveranstaltungen anbieten.“

Beim Vorspiel sind deshalb Zuhörer erwünscht. Allerdings haben die Veranstalter eine dringliche Bitte: Um die Konzentration der Teilnehmer nicht zu stören, müssen Gäste absolut leise sein.

Kammermusik in der Kirche

Etwas lockerer geht es beim Rahmenprogramm zu, das sich wirklich sehen lassen kann. Den Auftakt bildet am Dienstag, 22. April, um 19 Uhr ein Konzert mit Roland Pröll am Klavier und Roberto Sechi an der Violine, das Schirmherrin Brigitte Kramps eröffnen wird. Zu hören sind Stücke von Mozart, Turina und Franck. Am 23. April ist das Tasteninstrument pur zu hören. Gast ist neben Roland Pröll Martin Brödemann, beiden wirken solo und vierhändig. Zudem wird der Kölner Komponist Boris Kosak vorgestellt, von ihm haben die Wettbewerbsteilnehmer ein Pflichtstück zu spielen.

Am 24. April startet der zweite Durchgang des Wettbewerbs. Im Vorlauf konnten sich die Nachwuchskünstler bereits mit einer DVD bewerben.

Preisträger und Philharmonie

Der 25. April steht im Zeichen eines Vortrags und einer Podiumsdiskussion. „Warum ist es so schwer, die Leichtigkeit in der Musik Mozarts zu erreichen?“ lautet die zentrale Fragestellung an diesem Abend, bei dem der Wettbewerb in Zusammenhang mit Turin, Hagen und Seoul in den Mittelpunkt rückt. Musikalische Beiträge runden den Abend ab.

Das Finale und die Ermittlung der Preisträger sind für den 27. und 28. April geplant. Am 29. April geben sich die Finalisten ab 19 Uhr noch einmal wie auch am 30. April ein Stelldichein. Am Mittwoch erwartet der Kammermusikverein übrigens einen Überraschungsgast.

Der Wettbewerb ist damit beendet, aber schon bald gibt es noch einmal ein Wiedersehen mit den Preisträgern. Kammermusikfans sollten sich diesen Termin in jedem Fall vormerken: Am 14. Juni ab 19 Uhr – diesmal ist der Veranstaltungsort die Markuskirche am Ischeland – werden die Solisten mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ludwig noch einmal auftreten.